Baugewerbe zeigt im April erste Erholungszeichen – doch Materialkosten bremsen den Aufschwung
Ayten KarzBaugewerbe zeigt im April erste Erholungszeichen – doch Materialkosten bremsen den Aufschwung
Deutscher Bausektor zeigt im April Anzeichen der Erholung
Im April gab es im deutschen Baugewerbe erste Anzeichen einer Belebung. Sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsätze stiegen in mehreren Schlüsselbereichen – doch Herausforderungen bleiben bestehen. Branchenvertreter fordern nun schnellere Investitionen in die Infrastruktur, um den Aufschwung zu festigen.
Besonders der öffentliche Bau trieb die Entwicklung im April voran: Staatliche Stellen vergaben 2,2 Prozent mehr Aufträge als im Vormonat, was die Umsätze steigerte. Auch der Gewerbebau leistete einen Beitrag mit einem nominalen Umsatzplus von 6,8 Prozent.
Der Wohnungsbau verzeichnete erstmals seit Monaten wieder ein Jahr-für-Jahr-Wachstum. Sowohl die Umsätze als auch die Neuaufträge lagen über den Vorjahreswerten – ein Wendepunkt für diesen Bereich. Der Tiefbau sorgte in allen drei Hauptsegmenten für Umsatzzuwächse, während der Nichtwohnungsbau hinterherhinkte.
Insgesamt stiegen die Auftragseingänge im Bausektor um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die kumulierten Umsätze von Januar bis April blieben jedoch auf dem Niveau von 2025. Steigende Materialkosten belasteten die Branche zusätzlich: Allein die Bitumenpreise kletterten im Mai um 31,2 Prozent – ausgelöst durch Spannungen in der Straße von Hormus.
Die Aussichten für den Sektor sind gemischt. Zwar brachten April Zuwächse bei Aufträgen und Umsätzen, doch die Materialkosten steigen weiter. Branchenführer drängen auf eine zügigere Freigabe der Infrastrukturmittel, um Verzögerungen zu vermeiden und die positive Entwicklung zu stützen.
