01 May 2026, 02:28

Bremen verschärft Verkehrskontrollen: Jeder zweite Zweiradfahrer bricht Regeln

Eine Gruppe von Menschen, die nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße entlangfahren, alle tragen Helme.

Bremen verschärft Verkehrskontrollen: Jeder zweite Zweiradfahrer bricht Regeln

Bremer Polizei führt gezielte Verkehrskontrollen bei Zweirädern durch

Im Rahmen der Kampagne Safe.Mobile.Life hat die Bremer Polizei vergangene Woche gezielte Verkehrskontrollen bei Zweirädern durchgeführt. Beamte überprüften rund 435 Fahrräder, E-Scooter und Motorräder – dabei wurden fast 315 Verstöße festgestellt. Ziel der Aktion war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, nicht primär Bußgelder zu verhängen.

Die Kontrollen förderten eine Vielzahl von Regelverstößen unter Radfahrern und Motorradfahrern zutage. Viele Radfahrer missachteten rote Ampeln, fuhren in Einbahnstraßen gegen die Fahrtrichtung oder nutzten Gehwege statt der Fahrbahn. Besonders häufig wurden Rotlichtverstöße an wichtigen Knotenpunkten registriert – darunter Tiefer/Altenwall, Osterdeich/Mozartstraße, Herdentorsteinweg in Richtung Breitenweg sowie Osterdeich/Verdener Straße.

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Auf der Ausfahrt Hemelingen, wo Tempo 70 gilt, wurden 35 Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Zudem stellten die Beamten bei zwei Motorrädern fest, dass die Betriebserlaubnis abgelaufen war, nachdem die Auspuffanlagen manipuliert worden waren. Lärmtests bestätigten, dass beide Maschinen die gesetzlichen Grenzwerte überschritten. Zudem ahndete die Polizei die Nutzung von Handys während der Fahrt.

Innensenator Dr. Högl betonte, dass es der Kampagne vor allem darum gehe, den Alltagsverkehr in Bremen für alle sicherer zu gestalten. Zwar seien Bußgelder verhängt worden, wo es nötig war, doch der Fokus liege auf Prävention und Sensibilisierung – nicht auf Bestrafung.

Die Aktion zeigte, wie verbreitet Verkehrsverstöße unter Zweiradfahrern sind: Bei 435 Kontrollen wurden fast 315 Verstöße dokumentiert. Die Behörden werden voraussichtlich weiterhin Risikobereiche überwachen. Die Ergebnisse könnten zudem in künftige Maßnahmen zur Verkehrssicherheit in der Stadt einfließen.

Quelle