Bundesrat überlässt Apothekenreform der Bundesregierung – Bayern fordert höhere Medikamentenvergütung
Ayten KarzBundesrat überlässt Apothekenreform der Bundesregierung – Bayern fordert höhere Medikamentenvergütung
Der Bundesrat hat in der Apothekenregulierung eine klare Position bezogen und zentrale Entscheidungen an die Bundesregierung delegiert. Vertreter der Länder, darunter Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach, fordern höhere Vergütungen und strengere Regeln für die Aufgaben von Pharmazeutisch-technischen Assistenten.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) sprach sich für eine Erhöhung der Festbetragsvergütung für verschreibungspflichtige Medikamente aus. Sie schlug vor, diese von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Packung anzuheben. Gerlach mahnte die Bundesregierung zudem zu zügigem Handeln und betonte die unverzichtbare Rolle der Apotheken in der Gesundheitsvorsorge und öffentlichen Versorgung.
Der Bundesrat lehnte mehrere Vorlagen ab, darunter einen Antrag, der Pharmazeutisch-technischen Assistenten die Vertretung von Apothekern ermöglichen sollte. Bayern lehnte diesen Vorschlag entschieden ab. Ein weiterer gescheiterter Antrag zielte darauf ab, geplante Vereinfachungen bei der Anerkennung ausländischer Apothekerqualifikationen zu streichen.
Zudem hielt der Bundesrat an strengen Vorgaben für Impfräume fest, da dieser Punkt nicht die notwendige Mehrheit fand. Die Länderkammer bekräftigte ihre Kernforderungen, darunter die Anhebung der Festbetragsvergütung pro Packung sowie die Streichung gelockerter Regeln für die Eröffnung von Filialapotheken.
Mit diesen Beschlüssen liegt die Verantwortung für die Anpassung der Apothekenvergütung nun bei der Bundesregierung.
Die Entscheidungen des Bundesrats überlassen es der Bundesregierung, die Finanzierung und Regulierung der Apotheken zu gestalten. Für Apotheker bleiben die bisherigen Personal- und Qualifikationsvorgaben bestehen, während die Festbetragsvergütung für Rezepturen vorerst unverändert bleibt. Das Ergebnis spiegelt die anhaltenden Diskussionen wider, wie Apotheken in Deutschland bestmöglich unterstützt werden können.






