30 May 2026, 16:16

Bundesregierung diskutiert strengere Social-Media-Regeln für Jugendliche

Prien behältt Regulierung der Social Media bei

Bundesregierung diskutiert strengere Social-Media-Regeln für Jugendliche

Die deutsche Bundesregierung erwägt strengere Regeln für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien. Während einige Ministerinnen und Minister verschärfte Kontrollen befürworten, mahnen andere zur Vorsicht, bevor pauschale Verbote eingeführt werden. Eine endgültige Entscheidung wird nach den Empfehlungen einer Expertenkommission fallen, die im Juni erwartet werden.

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) bleibt entschlossen in ihrer Forderung nach strengeren Vorschriften. Sie betont, dass neue Maßnahmen den Schutz, die Stärkung und die Teilhabe von Jugendlichen in Einklang bringen müssten. Ihre Position entspricht früheren Appellen für mehr elterliche Verantwortung und bessere Medienkompetenz.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte hingegen Zweifel an einem generellen Verbot sozialer Medien. Trotz seiner Bedenken sind sich beide Minister einig, dass ein abgewogener Ansatz notwendig ist. Die Regierung wird den Bericht der Expertenkommission im Juni abwarten, bevor sie einen Gesetzesentwurf erarbeitet.

Prien hat zudem hervorgehoben, dass jede Lösung praktische Schritte umfassen müsse, um Eltern und Schulen dabei zu unterstützen, junge Nutzer zu begleiten. Das geplante Maßnahmenpaket wird voraussichtlich rechtliche Änderungen mit Bildungsinitiativen kombinieren.

Die Debatte über Einschränkungen für Minderjährige in sozialen Medien hält an, während die Minister verschiedene Ansätze abwägen. Ein endgültiger Vorschlag wird von den Erkenntnissen der Expertenkommission im nächsten Monat abhängen. Die Regierung strebt an, noch vor Jahresende ein ausgewogenes Regelwerk vorzulegen.

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