15 May 2026, 18:29

Carl Zeiss streicht bis zu 1.000 Stellen – warum der Konzern jetzt umsteuert

Luftaufnahme eines großen Industriegebiets in Leipzig, Deutschland, beschriftet mit "Bell Europe", mit Gebäuden, Bäumen, Straßen und anderer Infrastruktur.

Carl Zeiss streicht bis zu 1.000 Stellen – warum der Konzern jetzt umsteuert

Carl Zeiss AG gibt Stellenabbau bekannt: Bis zu 1.000 Jobs weltweit betroffen

Der deutsche Technologiekonzern Carl Zeiss AG hat Pläne bekannt gegeben, in den nächsten drei Jahren bis zu 1.000 Arbeitsplätze weltweit abzubauen. Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund nachlassender Marktbedingungen und eines Umsatzrückgangs von 5,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Konzernchef Andreas Pecher bezeichnete den Schritt als „schmerzhaft, aber unvermeidbar“, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern.

Die Stellenstreichungen sind Teil eines umfassenden Restrukturierungsprogramms, das die Kostenstruktur von Zeiss verbessern und die Ertragskraft stärken soll. Ein Teil der Produktion wird in Länder mit niedrigeren Lohnkosten verlagert, zudem sollen Einsparungen im Einkauf vorgenommen werden. Darüber hinaus werden Produkte mit schwachen Gewinnmargen aus dem Portfolio genommen.

Besonders betroffen sind die Sparten Ophthalmologie und chirurgische Mikroskope, die im ersten Halbjahr 2026 schlechter abschnitten als im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang hat maßgeblich zum Gesamtumsatzrückgang beigetragen und die Notwendigkeit der Umstrukturierung beschleunigt.

Auch die Zeiss-Tochter Carl Zeiss Meditec setzt ein eigenes Restrukturierungsprogramm um, das die Division voraussichtlich bis zu 150 Millionen Euro kosten wird. Ziel ist es, die Profitabilität zu steigern und durch Innovation sowie Effizienzsteigerungen zukünftiges Wachstum zu fördern.

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Mit den Maßnahmen wird die Belegschaft von Zeiss weltweit um bis zu 1.000 Mitarbeiter reduziert. Das Unternehmen plant, die eingesparten Mittel in Wachstum und Innovation zu reinvestieren und sich so an die herausfordernden Marktbedingungen anzupassen. Die vollständigen finanziellen Auswirkungen der Umstrukturierung werden sich im Laufe der nächsten drei Jahre zeigen.

Quelle