13 June 2026, 06:20

Daimler-Chef Zetsche verteidigt Dieselstrategie trotz Kartellverdachts und Rückrufen

Zetsche: "Es lohnt sich, für den Diesel zu kämpfen"

Daimler-Chef Zetsche verteidigt Dieselstrategie trotz Kartellverdachts und Rückrufen

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat sich in einem LinkedIn-Beitrag zu den anhaltenden Problemen des Konzerns mit Dieselmotoren geäußert. Er dankte den Mitarbeitenden für ihr Engagement und betonte erneut das Bekenntnis des Unternehmens zur Weiterentwicklung der Diesel-Technologie. Die Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Ermittler mögliche illegale Absprachen unter Automobilherstellern bei Abgassystemen untersuchen.

Die Behörden prüfen, ob Gespräche zwischen den Herstellern über Dieselabgase in unzulässige Preisabsprachen übergegangen sind. Wie das deutsche Magazin Der Spiegel berichtete, hatte Volkswagen bereits 2016 eine Selbstanzeige bei den Kartellbehörden eingereicht. Andere untersuchte Hersteller folgten seitdem mit ähnlichen Meldungen.

Zetsche warnte vor Spekulationen über das Vorgehen Daimlers. Er hob die Zusammenarbeit des Unternehmens mit den Ermittlern sowie den Rückruf von drei Millionen Diesel-Fahrzeugen in ganz Europa hervor. Der Rückruf, Teil von Daimlers „Zukunftsplan für Dieselmotoren“, schlug mit rund 220 Millionen Euro zu Buche.

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Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich zudem überzeugt von den neueren Dieselmotoren wie dem OM 654. Er ist sicher, dass diese Modelle helfen können, Fahrverbote in Städten mit strengen Abgasvorschriften zu vermeiden.

Daimler bleibt weiterhin unter Druck wegen seiner Dieselmotoren, treibt gleichzeitig aber technische Verbesserungen voran. Rückrufaktionen und laufende Ermittlungen stellen für den Konzern eine erhebliche finanzielle und operative Belastung dar. Die Behörden bewerten noch immer die Rechtmäßigkeit der Branchengespräche über Abgassysteme.

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