DDR-Schlager-Ikonen: Mit 80 noch auf der Bühne – warum sie nicht aufhören
Ayten KarzDDR-Schlager-Ikonen: Mit 80 noch auf der Bühne – warum sie nicht aufhören
Zwei legendäre Schlagerkünstlerinnen aus der DDR-Ära sind auch im hohen Alter noch aktiv. Chris Doerk, heute 84 Jahre alt, feierte 2023 ein überraschendes Comeback – Jahrzehnte nach ihrem Karrierebeginn. Dagmar Frederic hingegen steht auch nach sechs Jahrzehnten im Geschäft noch bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne.
Dagmar Frederic blickt auf 60 Jahre in der Schlagerbranche zurück, ist in großen Fernsehformaten aber nur selten zu sehen. Sie kritisiert offen, dass immer wieder dieselben Stars eingeladen werden – eine geschäftliche, aber keine kreative Entscheidung, wie sie findet. Dennoch macht sie den Moderatoren wie Florian Silbereisen oder Giovanni Zarrella keinen Vorwurf; die Auswahl der Gäste liege schließlich bei den Redaktionen.
Kürzlich sorgte sie mit einer schlagfertigen Bemerkung über ihren Ehemann für Aufmerksamkeit – typisch für ihren markanten Humor. Anders als viele Kollegen war sie nie in Shows von Andrea Kiewel oder Silbereisen zu Gast.
Chris Doerk, eine weitere Ikone der DDR-Zeit, kehrte im vergangenen Jahr mit 84 Jahren auf die Musikbühne zurück. Ihr Repertoire reicht von Schlagern über Musical-Melodien bis zu Chansons, doch in Formaten wie Silbereisen oder Zarrella Live! ist sie nicht regelmäßig zu sehen. TV-Auftritte vermisst sie nicht, wie sie betont – ihr Fokus liegt auf Live-Konzerten. Wie viele Schlagerkünstler aus der DDR vor 1990 noch aktiv sind, lässt sich aufgrund lückenhafter Aufzeichnungen nicht genau sagen.
Beide Künstlerinnen touren trotz ihres Alters weiter: Frederic finanziert mit ihren Auftritten ihre bescheidene Rente auf. Doerks Comeback und Frederics ungebrochener Tourplan zeigen, wie zeitlos der DDR-Schlager ist. Ihre Karrieren stehen für eine Mischung aus Widerstandsfähigkeit, Humor und einem pragmatischen Blick auf die sich wandelnden Trends der Branche.






