Der "Anti-Schnuten-Tag" 2012: Als Y-TITTY gegen Duckface-Posen kämpfte
Ayten KarzDer "Anti-Schnuten-Tag" 2012: Als Y-TITTY gegen Duckface-Posen kämpfte
Am 22. Juli 2012 rückte eine humorvolle Kampagne gegen einen beliebten Foto-Trend in den Mittelpunkt: der "Anti-Schnuten-Tag". Die Aktion zielte darauf ab, die oft in Selfies zu sehende schmollende oder küssende Mundhaltung – im Englischen als "Duckface" bekannt – zu entmutigen. Initiiert wurde die Bewegung vom deutschen Comedy-Trio Y-TITTY, das mit einer eigenen Hymne, einem Abzeichen und einer dedizierten Facebook-Seite schnell Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erregte.
Der Begriff "Duckface" (wörtlich "Entenschnabel-Gesicht") beschreibt eine schmollende Pose, die vor allem bei Fotos junger Frauen verbreitet ist. Als Gegenbewegung entstand die "Anti-Duckface"-Initiative, die sich um den Blog antiduckface.com formierte. Die Macher von Y-TITTY hatten die Aktion 2011 ins Leben gerufen; 2012 feierte sie ihre erste offizielle Auflage.
Teilnehmende wurden aufgefordert, ihr Profilbild gegen ein "Anti-Schnuten"-Abzeichenauszutauschen. Zudem veröffentlichte die Gruppe eine Hymne auf YouTube, um ihre Botschaft weiter zu verbreiten. Bis 2012 beteiligten sich rund21.000 Menschen* an der Aktion und machten sie zu einem bemerkenswerten Online-Trend.
Kurioserweise fällt der 22. Juli auch mit dem "Pi-Approximation-Day" zusammen – ein weiterer skurriler Feiertag an diesem Datum.
Beim "Anti-Schnuten-Tag 2012" tauschten Tausende ihr Profilbild aus und interagierten mit den Inhalten der Kampagne. Durch die Mischung aus Humor und gesellschaftlicher Reflexion entwickelte die Bewegung eine eigenständige Präsenz im Netz. Zwar bleibt ihr langfristiger Einfluss unklar, doch gelang es der Aktion, eine Diskussion über Fototrends anzustoßen.






