Deutschland und Frankreich stoppen gemeinsames Kampfflugzeug-Projekt der sechsten Generation
Gönül Jacobi JäckelDeutschland und Frankreich stoppen gemeinsames Kampfflugzeug-Projekt der sechsten Generation
Deutschland und Frankreich haben beschlossen, ihr gemeinsames Projekt für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation aufzugeben. Mit diesem Schritt endet eine monatelange Blockade zwischen den beiden Ländern. Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron gaben die Entscheidung vergangenen Freitag bekannt.
Wochenlang hatten Merz und Macron versucht, die Streitigkeiten zwischen den beteiligten Unternehmen beizulegen. Es gab ein Vermittlungsverfahren, um eine gemeinsame Basis zu finden, doch eine Einigung blieb aus.
Die beiden Staatschefs trafen die Entscheidung nicht leichtfertig. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Unterschiede zu groß seien, um das Projekt fortzuführen. Dennoch betonten beide Länder erneut ihr Bekenntnis zur Verteidigungskooperation.
Der Kern des Future Combat Air System (FCAS), eines europäischen „System-der-Systeme“, bleibt weiterhin aktiv. Die Streichung des Kampfflugzeugprojekts berührt diesen Teil des Programms nicht.
Die Aufgabe des Vorhabens beendet nicht nur die langjährige Pattsituation, sondern eröffnet der Industrie auch neue Möglichkeiten, alternative Wege in der Entwicklung moderner Kampfflugzeuge zu erkunden. Deutschland und Frankreich werden weiterhin in anderen Verteidigungsinitiativen zusammenarbeiten.






