19 April 2026, 18:25

Fachkonferenz in Stuttgart diskutiert nachhaltige Lösungen für die Automobilindustrie

Eine Europakarte mit dem Logo des Europäischen Umweltbüros in der linken oberen Ecke, die in verschiedenen Grüntönen schattiert ist, um EU-Regionen anzuzeigen.

Fachkonferenz in Stuttgart diskutiert nachhaltige Lösungen für die Automobilindustrie

15. Fachkonferenz zu Materialvorschriften und Nachhaltigkeit in Stuttgart beendet

In Stuttgart ging kürzlich die 15. Fachkonferenz zu Materialvorschriften und Nachhaltigkeit zu Ende. Über 200 Branchenexperten kamen zusammen, um drängende Herausforderungen der Automobilindustrie zu erörtern – von der Berechnung des CO₂-Fußabdrucks bis hin zu Engpässen bei Rohstoffen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein zentrales Thema war die Notwendigkeit einer einheitlichen Methode zur Messung des Produkt-CO₂-Fußabdrucks (PCF) in der Fahrzeugproduktion. Fachleute betonten, dass uneinheitliche Ansätze zu Verwirrung und Ineffizienz führen. Zudem forderten sie eine bessere Abstimmung der Nachhaltigkeitsrichtlinien in der gesamten Branche.

Im Fokus stand auch die steigende Nachfrage nach Lithium für Elektrofahrzeugbatterien. Prognosen der EU zeigen einen deutlichen Anstieg bis 2030 und 2050. Der Critical Raw Materials Act (CRMA) wurde als möglicher Lösungsansatz diskutiert, um stabile und nachhaltige Lieferketten zu sichern. Gleichzeitig steht die überarbeitete Altfahrzeug-Richtlinie (ELVD) für Juni 2023 an, die sich auf nicht erfasste Fahrzeuge und strengere Recyclingvorgaben konzentriert.

Branchenvertreter unterstrichen die Bedeutung der Zusammenarbeit über Regionen und Lieferketten hinweg. Zudem bereiten sie sich auf die anstehende Konsultation zu PFAS-Beschränkungen vor und planen ein zweistufiges Vorgehen zur Einhaltung der Vorgaben. Die Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit (CSS) war ein weiterer Schwerpunkt – hier wurden Bedenken wegen steigender Kosten und der Notwendigkeit vorhersehbarer Regulierungen geäußert.

Die Konferenz bekräftigte den Appell nach klareren, harmonisierten Nachhaltigkeitsregeln für die Automobilbranche. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Regulierungsbehörden und Regionen wurde als entscheidend für die Bewältigung künftiger Herausforderungen identifiziert. Die Teilnehmer verließen die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Ziel, ökologische Ziele mit den praktischen Erfordernissen der Industrie in Einklang zu bringen.

Quelle