19 June 2026, 20:20

FDP-Spitzenpolitikerin sagt Debatte nach Junge Freiheit-Interview ab

Rückzug aus der Debatte

FDP-Spitzenpolitikerin sagt Debatte nach Junge Freiheit-Interview ab

Sabine Döring hat eine geplante Debatte mit dem FDP-Generalsekretär Martin Hagen abgesagt. Der Schritt folgt auf ein kürzlich erschienenes Interview Hagens mit der Jungen Freiheit, einer Publikation, deren politische Ausrichtung sie vehement ablehnt. Die Absage unterstreicht die wachsenden Spannungen innerhalb der Partei über ihre politische Richtung.

Mit ihrem Rückzug will Döring Wähler davon abhalten, Hagen zu unterstützen. Sie lehnt die politische Haltung der Jungen Freiheit ab, die sie als unvereinbar mit ihren eigenen Ansichten betrachtet. Das Magazin gilt als Medium mit Leserschaft, die der AfD nahesteht.

In dem Interview übte Hagen scharfe Kritik an der AfD und beklagte den Verfall der sachlichen Debattenkultur. Auch andere FDP-Mitglieder, darunter Alexander von Stahl, haben sich bereits mit der Publikation ausgetauscht. Von Stahl hatte die Junge Freiheit zuvor in einem erfolgreichen Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht verteidigt.

Die FDP steckt in einer existenzbedrohenden Krise, nachdem bei der Bundestagswahl 2025 fast 900.000 Wähler zur AfD gewechselt sind. Die Partei kämpft seit Jahren darum, ihre Anhängerschaft zu halten – angesichts sich verschiebender politischer Bündnisse.

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Die abgesagte Debatte macht die tiefen Gräben innerhalb der FDP über das Verhältnis zur Jungen Freiheit deutlich. Die Partei ringt weiterhin mit Wählerverlusten und internen Konflikten. Dörings Haltung könnte künftige Strategien der Partei und deren öffentliches Bild prägen.

Quelle