10 May 2026, 20:21

Frankfurter Apotheker verliert Approbation nach jahrelangem Betrug mit Millionen-Schaden

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikanern zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Frankfurter Apotheker verliert Approbation nach jahrelangem Betrug mit Millionen-Schaden

Ein Apotheker aus Frankfurt hat nach Jahren des Betrugs und Fehlverhaltens seine Approbation verloren. Ermittler deckten ein Abrechnungssystem auf, durch das gesetzliche Krankenkassen Schaden in Höhe von über 1,6 Millionen Euro erlitten. Der Fall umfasst zudem unzulässige COVID-19-Tests und Verstöße gegen Hygienevorschriften.

Der Apotheker hatte 2010 die Apotheke seines Bruders übernommen – zu einem Zeitpunkt, als diese bereits wegen Betrugsverdachts untersucht wurde. Statt die illegalen Machenschaften zu beenden, setzte er die Praxis fort und stellte Rechnungen für Medikamente aus, die er nie abgab. Mindestens drei Jahre lang teilte er die Gewinne mit Patienten, die an dem System beteiligt waren.

Erst im Dezember 2013 beendete er die betrügerischen Abrechnungen und erstattete den betroffenen Krankenkassen das gesamte Geld. Doch die Aufsichtsbehörden blieben misstrauisch. 2015 erwogen sie bereits, ihm die Approbation zu entziehen, und 2019 sah er sich neuen Vorwürfen gegenüber, nachdem weitere Unregelmäßigkeiten ans Licht kamen.

Vor seinem Prozess im Jahr 2021 deckten die Behörden zusätzliche Probleme auf: In seiner Apotheke wurden COVID-19-Tests unsachgemäß durchgeführt, und Hygienestandards wurden nicht eingehalten. Trotz vorheriger Unterlassungsanordnungen bot er die Tests weiterhin an – was schließlich am 2. Februar 2022 zum endgültigen Entzug seiner Approbation führte.

Das Frankfurter Verwaltungsgericht urteilte, sein Verhalten stelle einen schweren Verstoß gegen die Berufspflichten dar. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass er mit krimineller Absicht gehandelt und das öffentliche Vertrauen in den Apothekerberuf beschädigt habe. Das Gericht betonte, dass korrekte Abrechnungen zu den grundlegenden Pflichten des Berufsstandes gehören.

Die Approbation des Apothekers wurde nach einer langen Geschichte von Betrug und Verstößen gegen Vorschriften dauerhaft entzogen. Die Ermittler dokumentierten 65 Fälle falscher Abrechnungen, die zu einem Gesamtschaden von mehr als 1,6 Millionen Euro führten. Der Fall zeigt die schweren Konsequenzen auf, die Fehlverhalten im Gesundheitswesen nach sich ziehen kann.

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