Fußgängerzone Wolfenbüttel: Chaos durch Radfahrer und E-Scooter fordert Stadt heraus
Jessika FröhlichFußgängerzone Wolfenbüttel: Chaos durch Radfahrer und E-Scooter fordert Stadt heraus
Die Wirtschaftsinitiative Wirtschaft Wolfenbüttel e.V. (IWW) hat Alarm wegen zunehmender Verkehrsverstöße in der Wolfenbütteler Fußgängerzone geschlagen. Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Lieferfahrzeuge missachten demnach immer häufiger die geltenden Beschränkungen – mit Gefahren für Fußgänger. Die Initiative fordert nun konsequenteres Handeln von Stadtverwaltung und Polizei.
In einer aktuellen Pressemitteilung appellierte der IWW an Stadt und Behörden, das Problem wirksamer anzugehen. Vorgeschlagen wurden eine Aufklärungskampagne sowie strengere Kontrollen, um die Verstöße einzudämmen.
Aus dem Landkreis hieß es auf Anfrage, die Polizei werde ihre Präsenz in der Fußgängerzone verstärken und durch mehr Streifen für Sichtbarkeit sorgen. Die verschärften Kontrollen sollen bereits in der kommenden Woche starten. Verhängte Bußgelder werden vom Ordnungsamt des Landkreises Wolfenbüttel bearbeitet.
Die Stadt Wolfenbüttel unterstützt zwar die polizeilichen Präventionsmaßnahmen, will selbst aber keine Verkehrsregeln durchsetzen. Zuständigkeiten und begrenzte personelle Ressourcen stünden einer direkten Einflussnahme entgegen. Allerdings prüft die Verwaltung aktuell, die Lieferverkehrszeiten besser an die erlaubten Radfahrzeiten anzupassen.
Seitens der Stadt heißt es zudem, eine engere Abstimmung mit Polizei oder Landkreis sei nicht erforderlich – das Thema werde bereits im Arbeitskreis Öffentliche Sicherheit behandelt.
Der Landkreis reagiert mit den angekündigten verstärkten Kontrollen auf die Missstände. Die Stadt arbeitet unterdessen weiter an Anpassungen der Lieferlogistik. Beide Maßnahmen zielen darauf ab, die Sicherheit für Fußgänger in der Zone nachhaltig zu verbessern.
