Gifhorns Polizei setzt auf Aufklärung statt Strafen für mehr Verkehrssicherheit
Claudio WiekGifhorns Polizei setzt auf Aufklärung statt Strafen für mehr Verkehrssicherheit
Die Polizei in Gifhorn hat ihre Bemühungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrer und E-Scooter-Nutzer intensiviert. Am Dienstag führten Beamte im Rahmen der Kampagne "Sicher.Mobil.Leben" gezielte Kontrollen durch. Die Initiative umfasste zudem eine Sonderveranstaltung für ältere Bürger, die sich auf Unfallprävention und Rechtsberatung konzentrierte.
Mehr als 40 Polizeibeamte waren im gesamten Landkreis im Einsatz. Sie hielten fast 100 Radfahrer an, um sie zu beraten – statt Bußgelder zu verhängen. Über 50 E-Scooter-Fahrer erhielten ebenfalls Hinweise zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr und zu den Verkehrsregeln.
Anlass für die Aktion sind aktuelle Zahlen, wonach Radfahrer über 55 Jahre in Gifhorn häufiger in Unfälle verwickelt sind als andere Altersgruppen. Die Polizei vermutet, dass die zunehmende Nutzung von E-Bikes (Pedelecs) eine Rolle bei diesem Trend spielt. Besonders besorgniserregend sind Kopfverletzungen – daher wird älteren Fahrern dringend empfohlen, einen Helm zu tragen.
Parallel zu den Kontrollen veranstaltete die Verkehrswacht des Landkreises Gifhorn ein Präventionsseminar für Senioren. Dabei wurden praktische Sicherheitstipps gegeben und juristische Fragen beantwortet, um Risiken im Straßenverkehr zu minimieren.
Ziel des Aktionstags war es, durch die Förderung sicherer Verhaltensweisen die Unfallzahlen bei besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern zu senken. Die Polizei setzte dabei auf Aufklärung statt auf Strafen und rief alle Radfahrer zum Tragen eines Helms auf. Weitere Sensibilisierungskampagnen sind geplant, da E-Bikes und E-Scooter immer beliebter werden.






