30 June 2026, 12:22

Gorleben will 20 Jahre länger hochradioaktive Abfälle lagern – doch die Kritik wächst

Gorleben wird verlängert

Gorleben will 20 Jahre länger hochradioaktive Abfälle lagern – doch die Kritik wächst

Gorlebens Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle beantragt 20-jährige Verlängerung der Betriebsgenehmigung

Das deutsche Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle in Gorleben strebt eine Verlängerung seiner Betriebsgenehmigung um 20 Jahre an. Die aktuelle Genehmigung läuft 2034 nach 40 Jahren Betrieb aus. Betreiber BGZ (Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung) begründet den Antrag mit Sicherheitserfordernissen und dem Erhalt von Fachwissen.

Die Anlage in Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet – mit dünneren Wänden und Decken als neuere Standorte. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit abgebrannten Brennelementen und Wiederaufarbeitungsabfällen. Diese wurden in 13 Transporten zwischen 1995 und 2011 angeliefert, wobei jeder Transport massive Proteste auslöste.

Seit 2024 baut die BGZ eine zehn Meter hohe Stahlbetonbarriere um das Gelände. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) betont, die Verlängerung garantiere weiterhin Sicherheit und bewahre entscheidendes Know-how. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird den Antrag prüfen.

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Unterdessen verzögert sich die Suche nach einem Endlager über die gesetzliche Frist von 2031 hinaus. Umweltverbände, darunter die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg, lehnen die Verlängerung aus Sicherheitsbedenken ab.

Die Entscheidung liegt bei den Aufsichtsbehörden. Bei einer Genehmigung könnte Gorleben mindestens bis 2054 betrieben werden. Die Anlage bleibt eine Übergangslösung, während Deutschland nach einem dauerhaften Endlager sucht.

Quelle