24 June 2026, 02:21

Grönemeyer erhält Nationalpreis und fordert mehr bürgerliches Engagement

Fußball-Vergleich: Herbert Grönemeyer kritisiert Politik für ihre Sprachlosigkeit

Grönemeyer erhält Nationalpreis und fordert mehr bürgerliches Engagement

Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Der 70-jährige Musiker nutzte die Gelegenheit, um an Politiker und die Öffentlichkeit zu appellieren, sich stärker bürgergesellschaftlich einzubringen.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis würdigt Persönlichkeiten und Initiativen, die sich für den Zusammenhalt und die Stärkung der demokratischen Gesellschaft einsetzen. Grönemeyer, der zur Babyboomer-Generation zählt, betonte dabei seine Verantwortung gegenüber den jüngeren Generationen.

In seiner Rede kritisierte er die Politik der vergangenen zwei Jahrzehnte, die seiner Meinung nach den Dialog mit den Bürgern vernachlässigt habe. Direkt nannte er dabei Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeskanzler Olaf Scholz. Gesellschaftliches Miteinander verglich er mit dem Fußball, wo selbst gegnerische Spieler auf dem Platz zusammenarbeiten müssten.

Der Sänger rief dazu auf, Eigeninitiative zu ergreifen, statt sich auf Autoritätspersonen zu verlassen, und sagte, die Zivilgesellschaft brauche weder eine „Mutti“ noch einen „Vati“. Zudem ermutigte er zu einem optimistischen Blick in die Zukunft und erinnerte an das Jahr 2015, als viele Deutsche Geflüchtete mit offenen Armen aufnahmen.

Grönemeyers Worte unterstrichen die Notwendigkeit offener Kommunikation und aktiver Mitgestaltung der Gesellschaft. Der Nationalpreis würdigt damit nicht nur sein Wirken, sondern auch die Bedeutung einer demokratischen und engagierten Öffentlichkeit.

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