Grüne fragen nach: Gibt es Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus?
Gönül Jacobi JäckelGrüne fragen nach: Gibt es Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus?
Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage an die Bundesregierung zum Thema christlicher Fundamentalismus eingereicht. Darin fordern sie Aufklärung über mutmaßliche Verbindungen zum Rechtsextremismus. Der Vorstoß folgt auf aktuelle Medienberichte, in denen konservative Christen kritisch dargestellt werden.
ARD und ZDF haben in Dokumentationen negative Aspekte konservativer christlicher Gruppen thematisiert. Das mediale Interesse an solchen Gruppierungen und ihren angeblichen rechtsextremen Verknüpfungen ist in Deutschland gewachsen.
In der Kleinen Anfrage geht es den Grünen um Umfang, Struktur und mögliche Gefahrenpotenziale christlich-fundamentalistischer Milieus mit extremistischen Bezügen. Namentlich genannt werden Personen wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider sowie Organisationen wie die Alliance Defending Freedom International und der Bundesverband Lebensrecht. Zudem wird nach Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Akteuren, Netzwerken oder Parteien gefragt – darunter die AfD.
Jäger kritisierte die Anfrage als Versuch, christlich-konservative Positionen zu zensieren und zu delegitimieren. Riemenschneider sieht darin einen Angriff, um lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Die Grünen schlagen darüber hinaus politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem Extremismus zu löschen.
Die Bundesregierung muss innerhalb von zwei Wochen auf die Anfrage antworten. Im Mittelpunkt stehen Ausmaß, Organisation und Risiken christlich-fundamentalistischer Gruppen sowie ihre möglichen Verbindungen zur rechtsextremen Szene in Deutschland.






