29 March 2026, 16:26

Heino-Konzert für umstrittenen Feuerwehrmann Mänder spaltet die Szene

Eine rote und schwarze Flagge mit einem zentralen schwarz umrandeten Löwen, die die historische deutsche Kaiserflagge darstellt.

Heino-Konzert für umstrittenen Feuerwehrmann Mänder spaltet die Szene

Ein kürzlich stattgefundenes Konzert des legendären deutschen Sängers Heino hat die Debatte um einen umstrittenen Vorfall mit dem Feuerwehrmann Richard Mänder neu entfacht. Der 87-jährige Künstler trat am Samstagabend in Bad Belzig, Brandenburg, auf – eine demonstrative Unterstützung für Mänder, dem nach dem Abspielen einer umstrittenen Version der Nationalhymne im vergangenen Jahr seine Richtertätigkeit entzogen worden war.

Die Veranstaltung zog Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen an, sorgte aber auch für Spannungen innerhalb der Feuerwehrgemeinschaft: Eine rivalisierende Gruppe veranstaltete in der Nähe eine konkurrierende "Party für Vielfalt".

Der Streit hatte im August 2025 begonnen, als Mänder bei einer Feuerwehrmeisterschaft in Torgau, Nordsachsen, Heinos Aufnahme des ersten Verses der deutschen Nationalhymne aus den 1970er-Jahren abspielte. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte mit dem Entzug aller Schiedsrichterrollen – eine Entscheidung, die bis heute Bestand hat. Mänder weist rechtsextreme Tendenzen von sich und bezeichnet die Sanktionen als ungerechtfertigt.

Heinos Manager, Helmut Werner, bestätigte, dass das Konzert Mänder eine "zweite Chance" geben sollte. Der Sänger präsentierte vor einem wohlgesinnten Publikum Klassiker wie Blaue Enzian, Rosamunde, Karamba, Karacho, ein Whisky und Die schwarze Barbara. Doch nicht alle begrüßten die Veranstaltung: Gegner in Bad Belzig organisierten eine eigene Kundgebung und betonten dort Inklusion statt der Botschaft des Konzerts.

Mänder kündigte unterdessen an, künftig jährliche Meisterschaften ausrichten zu wollen – ein Vorhaben, das laut dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes die Spaltung in der Feuerwehrwelt vertiefen könnte. Trotz der Kritik gibt es bisher keine offiziellen rechtlichen oder organisatorischen Schritte des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV) gegen Mänders Zukunft als Schiedsrichter. Die Wettbewerbsrichtlinien bleiben unverändert und nehmen keinen direkten Bezug auf den Vorfall.

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Das Konzert unterstrich die anhaltenden Gräben innerhalb der deutschen Feuerwehrgemeinschaft. Während Mänder weiterhin Rückhalt bei einigen Kameraden genießt, hält der Verband an seiner Haltung fest. Seine geplanten jährlichen Veranstaltungen könnten den Konflikt verlängern – und die Frage nach seiner Rolle bei offiziellen Wettbewerben bleibt vorerst ungeklärt.

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