Hessens Innenminister fordert harte Linie bei Abschiebungen nach Syrien
Claudio WiekHessens Innenminister fordert harte Linie bei Abschiebungen nach Syrien
Hessens Innenminister Roman Poseck hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre strenge Haltung gegenüber Syrien in der Migrationspolitik beizubehalten. Seiner Ansicht nach sei eine klare Linie notwendig, um freiwillige Ausreisen statt Abschiebungen zu fördern. Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Behörden neue Wege zur Bewältigung möglicher Steigerungen bei Rückführungen nach Syrien prüfen.
Poseck, Mitglied der CDU, betonte, Syrien müsse in den Migrationsdebatten weiterhin so hoch priorisiert werden wie Afghanistan. Abschiebungen bezeichnete er als notwendiges Druckmittel – ein Instrument, um Menschen zur freiwilligen Ausreise aus Deutschland zu bewegen. Ohne diesen Druck, warnte er, würden sich weniger Menschen von selbst zur Rückkehr entscheiden.
Sicherheitsbehörden untersuchen derzeit alternative Methoden für groß angelegte Abschiebungen. Sollten die Zahlen steigen, könnten Schiffe Flugzeuge als Haupttransportmittel ersetzen. Die Logik dahinter ist simpel: Schiffe können mehr Menschen befördern, und die syrische Mittelmeerküste bietet eine praktikable Route für die Überstellungen.
Der Minister wiederholte, dass freiwillige Rückkehrer Vorrang vor Zwangsabschiebungen haben müssten. Gleichzeitig bestand er darauf, dass die Androhung von Abschiebungen unverzichtbar bleibe, um dies zu erreichen.
Posecks Vorschläge deuten auf einen Wandel hin, wie Deutschland künftig mit Rückführungen nach Syrien umgehen könnte. Schiffe könnten bald eine zentrale Rolle spielen, falls die Abschiebezahlen ansteigen. Der Fokus liegt vorerst darauf, Menschen zur freiwilligen Ausreise zu bewegen – gestützt durch die Möglichkeit staatlichen Zwangs.






