Historischer WM-Erfolg der Elfenbeinküste – doch Schweinsteigers Worte entfachen Rassismus-Debatte
Jessika FröhlichHistorischer WM-Erfolg der Elfenbeinküste – doch Schweinsteigers Worte entfachen Rassismus-Debatte
Die Elfenbeinküste hat mit einem 2:0-Sieg gegen Curaçao erstmals in ihrer Geschichte das Achtelfinale der Weltmeisterschaft erreicht. Der Erfolg bedeutet das erste Überstehen der Gruppenphase für die Mannschaft. Unterdessen sorgen Äußerungen von Bastian Schweinsteiger über ihren Spielstil für Aufsehen.
Deutschland hatte die Elfenbeinküste zuvor in der Gruppenphase mit 2:1 besiegt. Schweinsteiger bezeichnete ihren Fußball später als „etwas afrikanisch, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch nicht so stark von Taktik geprägt“. Nationaltrainer Emerse Faé verurteilte die Aussagen scharf und warf ihm Rassismus vor.
Schweinsteiger entgegnete, er habe niemanden verletzen wollen und seine Worte als fußballerische Analyse gemeint. ARD-Programmdirektor Axel Balkausky unterstützte diese Sicht und betonte, es handele sich um eine fachliche Einschätzung, nicht um eine rassistische Äußerung. Jürgen Klopp lehnte eine Stellungnahme ab und bezeichnete das Thema lediglich als „ernst“.
Mit dem historischen Sieg zieht die Elfenbeinküste erstmals in die K.-o.-Phase ein. Die Debatte um Schweinsteigers Aussagen hält indes an, wobei seine Absichten unterschiedlich bewertet werden. Die Mannschaft konzentriert sich nun auf das bevorstehende Ausscheidungsspiel.
