20 March 2026, 22:24

Identitätsdiebstahl führt zu gefälschten Verkehrsstrafen aus Frankreich für Deutschen

Lotterielos für die "Loterie Nationale Tirage de la Première Tranche"-Ziehung.

Identitätsdiebstahl führt zu gefälschten Verkehrsstrafen aus Frankreich für Deutschen

Ein Mann aus Baden-Württemberg, der nur als Herr S. bekannt ist, ist Opfer von Identitätsdiebstahl geworden, nachdem er gefälschte Verkehrsstrafen aus Frankreich erhalten hatte. Betrüger nutzten seine persönlichen Daten, um ein Auto auf seinen Namen anzumelden, was zu Forderungen wegen unbezahlter Mautgebühren und Geschwindigkeitsüberschreitungen führte. Sein Fall verdeutlicht ein wachsendes Problem, das vom grenzüberschreitenden Rechtshilfeprojekt Justiz ohne Grenzen aufgegriffen wird.

Herr S. bemerkte erstmals, dass etwas nicht stimmte, als er einen Brief erhielt, in dem ihm vorgeworfen wurde, in Frankreich zu schnell gefahren zu sein. Die Mitteilung forderte 70 Euro und warnte, dass die Strafe auf 180 Euro steigen würde, falls sie nicht beglichen werde. Kurz darauf folgte ein zweiter Brief, in dem eine unbezahlte Mautgebühr von 375 Euro für ein Fahrzeug geltend gemacht wurde, das er gar nicht besaß.

Da er Betrug vermutete, handelte Herr S. schnell: Er erstattete Anzeige bei der Polizei und sperrte seine Online-Ausweisfunktion über die Hotline 116 116. Ermittler gehen davon aus, dass seine Identität durch Phishing gestohlen wurde, was es Kriminellen ermöglichte, ein Auto auf seinen Namen zu registrieren.

Justiz ohne Grenzen, ein Projekt, das Rechtsberatung bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten anbietet, rät Opfern, solche Schreiben nicht zu ignorieren, sondern die Angaben genau zu prüfen. Bei Unstimmigkeiten wird empfohlen, Widerspruch einzulegen, statt unberechtigte Forderungen zu begleichen. Die Initiative warnt zudem davor, digitale Kopien von Ausweisdokumenten unnötig weiterzugeben – und schlägt vor, sie zur Sicherheit mit einem Wasserzeichen zu versehen.

Seit dem Start im Jahr 2023 hat das Projekt 1.900 Anfragen bearbeitet und über 700 Erstberatungen vermittelt. Die Finanzierung erfolgt durch verschiedene europäische und französische Organisationen, sodass die Unterstützung für betroffene Bürger weiterhin gewährleistet ist.

Herr S.' Erlebnis zeigt, wie Identitätsdiebstahl zu falschen Verkehrsstrafen über Grenzen hinweg führen kann. Justiz ohne Grenzen steht Opfern weiterhin zur Seite und rät ihnen, verdächtige Forderungen anzufechten und gleichzeitig Maßnahmen zum Schutz ihrer persönlichen Daten zu ergreifen. Die steigende Zahl der Fälle unterstreicht die anhaltende Notwendigkeit, wachsam gegen solche Betrugsmaschen zu bleiben.

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