08 June 2026, 08:20

IG-BCE-Chef fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener

IG BCE fordert Spitzensteuer nur ab 100.000 Euro

IG-BCE-Chef fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat weitreichende Steuerreformen vorgeschlagen, die sich vor allem gegen die Vermögendsten in Deutschland richten. Seine Pläne umfassen höhere Erbschaftssteuern, eine Vermögensabgabe sowie Anpassungen bei den Einkommensteuergrenzen. Die Vorschläge zielen darauf ab, Infrastrukturprojekte und die nationale Sicherheit zu finanzieren.

Vassiliadis möchte die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz auf etwa 100.000 Euro Bruttojahreseinkommen anheben. Zudem schlägt er vor, den höchsten Steuersatz selbst um zwei bis drei Prozentpunkte zu erhöhen – aktuell liegt er bei 42 Prozent.

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Für Superreiche sollten die Erbschaftssteuern steigen, argumentiert er, um Steuervermeidungsstrategien einzudämmen. Eine neue Vermögenssteuer würde auf Jahreseinkommen über 200.000 Euro erhoben. Zusätzlich könnte eine Sonderabgabe für die allerreichsten Bürger öffentliche Investitionen in Straßen, digitale Netze und Verteidigung mitfinanzieren.

Obwohl Vassiliadis Bedenken von Wirtschaftsverbänden gegenüber höheren Steuern auf Betriebsvermögen anerkennt, betont er, dass Wohlhabende von Deutschlands Stabilität profitieren. Gute Infrastruktur und Sicherheit kämen auch ihren langfristigen Interessen zugute, so der Gewerkschafter.

Die Pläne würden dazu führen, dass die bestenverdiener stärker zur Staatskasse beitragen. Die zusätzlichen Einnahmen könnten in den Ausbau von Verkehr, Technologie und militärischer Handlungsfähigkeit fließen. Vassiliadis präsentiert die Reformen als Weg, wirtschaftliche Gerechtigkeit mit nationalen Prioritäten in Einklang zu bringen.

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