31 May 2026, 02:20

Immobilienfirma zahlt 1,9 Mio. Euro Strafe wegen illegaler Datensammlung von Mietinteressenten

Eine Strafe von fast zwei Millionen Euro gegen BREBAU verhängt

Immobilienfirma zahlt 1,9 Mio. Euro Strafe wegen illegaler Datensammlung von Mietinteressenten

Ein deutsches Immobilienverwaltungsunternehmen ist mit einer Strafe von 1,9 Millionen Euro wegen des illegalen Umgangs mit personenbezogenen Daten belegt worden. Die BREBAU GmbH hatte ohne rechtliche Grundlage sensible Angaben von über 9.500 potenziellen Mietinteressenten gesammelt. Wie die Behörden feststellten, verweigerte das Unternehmen wiederholt Auskunftsersuchen darüber, wie diese Daten genutzt wurden.

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) verhängte die Strafe auf Basis von Artikel 83 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Ermittlungen ergaben, dass die BREBAU GmbH Daten verarbeitet hatte, die Hautfarbe, ethnische Herkunft, religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung und Gesundheitszustand umfassten – allesamt besonders schützenswerte Kategorien nach Datenschutzrecht.

Die Landesbeauftragte Dr. Imke Sommer betonte, dass die DSGVO die Erhebung und Speicherung solcher Informationen in fast allen Fällen streng begrenzt. Zudem garantiert das Gesetz Betroffenen das Recht, Auskunft über die Verarbeitung ihrer Daten zu erhalten. Die BREBAU GmbH kam diesen Transparenzpflichten jedoch nicht nach.

Ein zentrales Anliegen der DSGVO ist es, Diskriminierung durch unnötige Datensammlung zu verhindern. Die Behörden stellten fest, dass das Unternehmen keine rechtmäßige Grundlage für die Speicherung der betreffenden Daten besaß.

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Die Höhe der Strafe von 1,9 Millionen Euro spiegelt die Schwere der Verstöße wider. Die BREBAU GmbH ist nun verpflichtet, die DSGVO-Vorgaben zur Datenverarbeitung und Transparenz einzuhalten. Der Fall unterstreicht die strengen Schutzbestimmungen für sensible personenbezogene Daten – insbesondere bei der Mieterauswahl.

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