Italo und Deutsche Bahn liefern sich Machtkampf um deutsche Schienennetze
Jessika FröhlichItalo und Deutsche Bahn liefern sich Machtkampf um deutsche Schienennetze
Ein Streit zwischen dem italienischen Bahnbetreiber Italo und der Deutschen Bahn über den Zugang zum deutschen Schienennetz ist entbrannt. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die Bedingungen für die Nutzung der Gleise, während Italo seine Dienstaufnahme im Land bis 2028 vorbereitet.
Italo wirft der Deutschen Bahn vor, im Fernverkehr ein Monopol zu halten. Das Unternehmen hatte Pläne bekannt gegeben, ab 2028 auf dem deutschen Markt aktiv zu werden. Italo will neue Hochgeschwindigkeitsstrecken einführen, stößt jedoch auf Widerstand der Deutschen Bahn bei den Zugangsbedingungen zum Netz.
Italo-Chef Gianbattista La Rocca kritisierte die dominierende Stellung der Deutschen Bahn im Fernverkehrssektor. Er warnte, die aktuellen Bedingungen könnten einen fairen Wettbewerb verhindern und es neuen Anbietern erschweren, in den Markt einzutreten. Der Konflikt zeigt die Spannungen um den Bahnwettbewerb in Deutschland auf. Italos Markteintritt 2028 hängt von einer Lösung des Streits mit der Deutschen Bahn ab. Ohne eine Einigung könnten sich die Expansionspläne des Unternehmens verzögern.






