Junge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG für Studierende
Claudio WiekJunge Union fordert Umverteilung: Weniger Rente, mehr BAföG für Studierende
Johannes Winkel, Bundesvorsitzender der Jungen Union, hat die Regierung aufgefordert, ihre geplanten Sozialleistungsanpassungen zu überarbeiten. Er kritisiert, dass die aktuellen Vorschläge Rentner einseitig begünstigten, während Studierende und Familien spürbare Kürzungen hinnehmen müssten. Sein Alternativkonzept zielt darauf ab, den Haushalt auszugleichen, ohne dabei zentrale Leistungen für junge Familien zu beschneiden.
Winkels Plan sieht vor, die geplante Rentenanpassung von 4,2 auf nur noch 3 Prozent zu reduzieren. Diese Korrektur, so seine Argumentation, würde rund fünf Milliarden Euro freisetzen. Die eingesparten Mittel könnten dann genutzt werden, um den dringend notwendigen BAföG-Wohngeldzuschuss zu modernisieren.
Der Chef der Jungen Union übt scharfe Kritik an der bisherigen Linie der Regierung, die Rentenerhöhungen unangetastet lässt, während geplante BAföG-Anpassungen gestrichen werden sollen. Zudem warnt er vor Kürzungsplänen beim Elterngeld und betont, dass diese Leistungen keinesfalls reduziert werden dürften.
Winkel erinnerte die Verantwortlichen daran, dass der Koalitionsvertrag bereits Vereinbarungen zu Renten, BAföG und Elterngeld enthalte. Er forderte die Regierung auf, sich „im Interesse der jüngeren Generation zusammenzureißen“ und für eine gerechtere Mittelverteilung zu sorgen.
Falls Winkels Vorschlag umgesetzt würde, flössen Milliarden in die Unterstützung von Studierenden bei den Wohnkosten. Rentner erhielten zwar weiterhin eine Erhöhung, allerdings in geringerem Umfang als ursprünglich geplant. Das Elterngeld bliebe hingegen unverändert – statt wie vorgesehen gekürzt zu werden.






