Krefelds Drogenhilfezentrum gibt Obdachlosen und Suchtkranken Halt und Hoffnung
Ayten KarzKrefelds Drogenhilfezentrum gibt Obdachlosen und Suchtkranken Halt und Hoffnung
Ein Drogenhilfezentrum in Krefeld unterstützt die verwundbarsten Menschen der Stadt
Die Einrichtung hilft zwischen 50 und 80 Stammklienten und bietet essenzielle Dienstleistungen wie Mahlzeiten, Duschen und einen sicheren Raum für den begleiteten Drogenkonsum. Hinter den Kulissen bewältigen Mitarbeiter und Ehrenamtliche Herausforderungen, die von der breiten Öffentlichkeit oft übersehen werden.
Doch das Zentrum leistet mehr als nur medizinische Überwachung. Klienten können hier ihre Wäsche waschen, duschen und in einer geschützten Umgebung eine warme Mahlzeit einnehmen. Viele der Besucher kämpfen mit schwerer Drogenabhängigkeit und Obdachlosigkeit – für sie ist die Einrichtung ein wichtiger Anker für Stabilität und Unterstützung.
Einmal pro Woche kommt das Medi-Mobil vorbei, ein gemeinsames Projekt von Caritas Krefeld und der Diakonie. Diese mobile Arztpraxis bringt medizinische Versorgung direkt zu Menschen ohne festen Wohnsitz. Vier ehrenamtliche Ärzte sind im Einsatz und bieten kontinuierliche Betreuung, um langsam Vertrauen bei Patienten aufzubauen, die sonst oft keine Behandlung suchen würden.
Kürzlich erhielt das Zentrum eine Spende vom Personalrat der Stadtverwaltung Meerbusch im Rahmen der Initiative Centspende. Jasmin Sprünken, die Leiterin der Einrichtung, bedankte sich für die finanzielle Unterstützung, die dazu beiträgt, die wichtigen Angebote aufrechtzuerhalten. Michael Marschall, Vorsitzender des Meerbuscher Personalrats, betonte zudem, wie wichtig es ist, die Öffentlichkeit für die Arbeit mit schwerstabhängigen Menschen zu sensibilisieren.
Die Arbeit des Zentrums geht über akute Hilfe hinaus und setzt sich mit den langfristigen Kämpfen von Suchtkranken und Obdachlosen auseinander. Dank der anhaltenden Unterstützung durch Ehrenamtliche, Spenden und mobile medizinische Dienste schließt die Einrichtung eine entscheidende Lücke im sozialen Netz Krefelds. Ihre Arbeit bleibt oft unsichtbar – doch sie spielt eine zentrale Rolle dabei, vulnerable Menschen mit Hilfsangeboten zu verbinden.






