Lebensgefährliches Train-Surfen: Zwei Jugendliche nach S-Bahn-Stunt festgenommen
Ayten KarzLebensgefährliches Train-Surfen: Zwei Jugendliche nach S-Bahn-Stunt festgenommen
Zwei Jugendliche sind nach dem lebensgefährlichen „Train-Surfen“ vorläufig festgenommen worden. Der Vorfall ereignete sich auf einer S-Bahn zwischen Schwetzingen und Mannheim. Augenzeugen hatten das Duo beobachtet, wie es sich während der Fahrt außen am Zug festhielt, und alarmierten die Behörden.
Die 14- und 16-Jährigen waren an der Haltestelle Schwetzingen auf die Kupplung einer stehenden S-Bahn geklettert. Drei Stationen lang fuhren sie illegal auf dem beweglichen Zug mit, bis sie Mannheim-Rheinau erreichten. Bundespolizisten nahmen sie kurz nach ihrer Ankunft in der Nähe des Bahnhofs in Gewahrsam.
Train-Surfen ist nicht nur verboten, sondern auch extrem riskant. S-Bahnen können Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreichen – wer sich außen am Zug festhält, setzt sich hohen Fahrtwinden, ruckartigen Bewegungen und der Gefahr von Stromschlägen aus. Häufig enden solche Aktionen mit Stürzen und tödlichen Verletzungen.
Die beiden Jugendlichen wurden vorläufig festgehalten und später von ihren Eltern von der Polizeistation abgeholt. Die Ermittlungsbehörden haben inzwischen ein Verfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Der Fall zeigt einmal mehr die gravierenden Risiken des Train-Surfens auf. Den Jugendlichen drohen nun rechtliche Konsequenzen. Die Polizei warnt weiterhin eindringlich vor den lebensbedrohlichen Gefahren dieser illegalen Praxis.
