Mann ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundesintervention und AfD-Macht
Claudio WiekMann ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen Bundesintervention und AfD-Macht
Ein 43-jähriger Mann hat sich aus Protest gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt an das Tor des Magdeburger Doms gekettet. Maik Sawatzki, ein professioneller Quizkandidat und gelegentlicher Mietdemonstrant, erhebt kurz vor den Landtagswahlen seine Stimme – bei denen die rechtsextreme AfD an die Macht kommen könnte.
Sawatzki begann seine Aktion aus Widerstand gegen das, was er als „Einmischung aus Berlin“ bezeichnet. Er wirft Politikern dort vor, „Kriminelle“ zu sein, und warnt vor Kürzungen der Finanzmittel für Sachsen-Anhalt. Sein Protest richtet sich auch gegen die Drohungen der AfD, die Rechtsstaatlichkeit zu untergraben, was eine seltene Bundesintervention nach dem Grundgesetz auslösen könnte.
Zu seinen Forderungen gehören mehr regionale Freiheiten, etwa die Legalisierung von FKK-Sonnenbaden und ein Ende von Zwangsehen. An seiner Seite steht Uta Sawatzki – sie trägt denselben Nachnamen, ist mit ihm aber nicht verheiratet –, die sich als „Hausfrau im besten Sinne des Wortes“ bezeichnet.
Neben seinem Aktivismus verdient Sawatzki sein Geld als Quizkandidat und hat dabei schon skurrile Preise wie sieben Toaster und vier Bügeleisen gewonnen. Zudem arbeitete er als bezahlter Demonstrant, gelegentlich auch für die AfD, obwohl er selbst Bundesmittel erhält. Kürzlich wurde er Opfer eines Einbruchs: Seine Geldbörse wurde gestohlen und später leer in einem Mülleimer gefunden.
Die Aktion unterstreicht die Spannungen vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt, bei denen ein möglicher Sieg der AfD die Bundesaufsicht auf die Probe stellen könnte. Sawatzkis Protest lenkt den Blick auf regionale Missstände – doch sein eigener Werdegang, von Quizshows bis zu bezahlten Demonstrationen, verleiht dem politischen Streit eine skurrile Note.






