19 June 2026, 14:20

Marzahner Pride Week endet mit buntem Protestmarsch trotz rechtsextremer Drohungen

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahner Pride Week endet mit buntem Protestmarsch trotz rechtsextremer Drohungen

Marzahner Pride Week endet mit siebter jährlicher Parade am Samstag

Die Marzahner Pride Week geht an diesem Samstag mit ihrem siebten jährlichen Demonstrationsmarsch zu Ende. Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung feiert queere Communities aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus. Im vergangenen Jahr sah sich der Umzug mit Drohungen der rechtsextremen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) konfrontiert.

Der Marsch beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Eröffnungsreden halten Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, und Gordon Lemm. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.

Marzahn ist bekannt für seine vielfältige Bevölkerung, zu der auch viele (Spät-)Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion zählen. Zwar gab es 2023 bisher keine bestätigten rechtsextremen Mobilisierungen, doch warnt Krah: „Spontane Gegenproteste und Einschüchterungsversuche hat es in der Vergangenheit kurzfristig schon gegeben.“ Bundesweit wurden im vergangenen Jahr fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen oder gestört.

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Laut Berliner Register für diskriminierende Vorfälle nehmen körperliche Übergriffe und rechtsextreme Propaganda im Bezirk zu. Dennoch findet die Marzahner Pride wie geplant statt – die Organisator:innen bleiben wachsam. Angesichts des bundesweiten Anstiegs rechtsextremer Aktivitäten betonen sie die Notwendigkeit anhaltender Aufmerksamkeit. Lokale Behörden und Gemeinschaftsgruppen beobachten die Lage genau.

Quelle