17 April 2026, 12:26

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Weihnachtsradition bis heute überlebt

Eine detaillierte Museumsausstellung einer Krippe mit Figuren, Gebäuden, Bäumen, einem Kirchturm, Flaggen und beleuchteten Elementen.

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Weihnachtsradition bis heute überlebt

Deutschland feiert jährlich am 7. Dezember den Nationalen Krippentag – ein Fest, das eine jahrhundertealte Tradition würdigt. Gemeinsam mit anderen vorweihnachtlichen Bräuchen wie dem Tag des Adventskalenders oder dem Spekulatius-Tag stimmt es im Dezember auf das Weihnachtsfest ein.

Die Wurzeln der Krippendarstellungen reichen bis in die frühe christliche Zeit zurück, als schlichte Abbildungen des Jesuskindes, eines Ochsen und eines Esels entstanden. Ab dem späten 18. Jahrhundert wurden auch Figuren von Maria und Josef in die Szenen integriert.

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Die heutige Form der Weihnachtskrippe entwickelte sich vermutlich im zweiten Halbjahr des 16. Jahrhunderts in Italien. In Bayern fanden erste kirchliche Krippendarstellungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts statt und erlebten während des Barock eine Blütezeit. Doch 1802 verbot die Säkularisation die Krippen in Kirchen – die Tradition verlagerte sich daraufhin in private Haushalte.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte die Massenproduktion erschwinglicher Krippenfiguren eine breite Verbreitung. Heute liegt die Bewahrung aufwendiger Szenen oft in den Händen privater Sammler und engagierter Krippenbauvereine. Der Feiertag selbst geht auf Sven Giese zurück, den Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".

Der Nationale Krippentag lenkt den Blick auf eine Tradition, die sich über Jahrhunderte gewandelt hat – von frühen christlichen Darstellungen bis zu industriell gefertigten Figuren. Noch immer ist der Brauch fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Private Sammler und Kulturinitiativen tragen maßgeblich dazu bei, diese Kunstform lebendig zu halten.

Quelle