24 May 2026, 16:33

Niedersachsen setzt auf Tiefe Geothermie – neue Karten zeigen Potenzial für Wärmewende

Diese Regionen eignen sich gut für geothermische Projekte

Niedersachsen setzt auf Tiefe Geothermie – neue Karten zeigen Potenzial für Wärmewende

Tiefe Geothermie gewinnt in Niedersachsens Energiewende an Fahrt

Die Region hat nun detaillierte Karten veröffentlicht, um die besten Gebiete für die Gewinnung dieser erneuerbaren Energiequelle zu identifizieren. Wie Behörden mitteilen, steigt die Nachfrage bei Kommunen, Energieversorgern und Großverbrauchern.

Der Niedersächsische Geothermiedienst (NGD) hat eine neue Kartenserie veröffentlicht, die vielversprechende Standorte für Geothermieprojekte ausweist. Die Karten basieren auf Daten von über 1.100 Tiefbohrungen, die größtenteils aus der früheren Erdöl- und Erdgasförderung stammen. Im Fokus stehen uralte Gesteinsschichten – über 200 Millionen Jahre alt –, die zur Exter-Formation aus der Keuper-Zeit gehören und bis zu 2.600 Meter unter der Erde liegen können, mit Temperaturen von über 100 Grad Celsius.

Bei tiefen Geothermieanlagen wird heißes Wasser über eine Bohrung gefördert und nach der Wärmeentnahme über eine zweite wieder in den Untergrund geleitet. Die gewonnene Energie kann für Fernwärme oder industrielle Prozesse genutzt werden. Die meisten Geothermiebohrungen in Deutschland reichen derzeit in Tiefen zwischen 2.000 und 3.500 Meter – deutlich unter der 400-Meter-Grenze, ab der von Tiefer Geothermie gesprochen wird.

Trotz des Potenzials wird diese Ressource in Norddeutschland bisher kaum genutzt. Hohe Bohrkosten und Erkundungsrisiken bleiben erhebliche Hindernisse. Die neuen Karten sollen die Planungsunsicherheit verringern, indem sie belastbare Daten zu geeigneten Standorten liefern.

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Die Kartenserie ist nun online abrufbar und bietet Kommunen sowie Unternehmen eine Entscheidungshilfe bei der Prüfung geothermischer Optionen. Weitere Informationen zur Geothermie finden sich auf der Website des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Angesichts des wachsenden Interesses könnte die Technologie eine größere Rolle beim Umstieg auf nachhaltige Wärme- und Energieversorgung in der Region spielen.

Quelle