Nordwestdeutschland kämpft um die Rettung der Flugstrecke Bremen–Frankfurt
Claudio WiekNordwestdeutschland kämpft um die Rettung der Flugstrecke Bremen–Frankfurt
Gemeinsamer Appell zur Rettung der Flugverbindung Bremen–Frankfurt stößt auf breite Unterstützung in Nordwestdeutschland
Ein gemeinsamer Aufruf zum Erhalt der Flugstrecke zwischen Bremen und Frankfurt hat in den vergangenen zwei Wochen in ganz Nordwestdeutschland starke Zustimmung erhalten. Die vor zwei Wochen veröffentlichte Initiative fordert die Sicherung der wichtigen Anbindung an den Frankfurter Drehkreuz-Flughafen. Die Lufthansa hat angekündigt, die Verbindung zum 1. Juli 2026 einzustellen.
Der unter dem Titel „Internationale Erreichbarkeit sichern – Flugroute Bremen–Frankfurt erhalten!“ veröffentlichte Appell vereint 31 Kammern, Wirtschaftsverbände und Institutionen. Mehr als 370 regionale Unternehmen unterstützen die Kampagne ebenfalls. Sowohl die Handelskammer Bremen als auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg haben sich direkt an Lufthansa-Chef Carsten Spohr gewandt und die Airline aufgefordert, die Strecke zu erhalten.
Bremens Wirtschaft ist in hohem Maße exportabhängig – fast 70 Prozent der hier produzierten Güter gehen ins Ausland, der höchste Wert aller deutschen Bundesländer. Lokale Verantwortliche betonen, dass die Verbindung nach Frankfurt für Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Schlüsselbranchen von zentraler Bedeutung ist. André Grobien, Präsident der Bremer IHK, warnte, ein Wegfall der Strecke würde die Wettbewerbsfähigkeit der Region schwächen und zukünftige Investitionen gefährden.
Mittlerweile hat sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern Bremens und der Lufthansa gebildet, um nach Lösungen zu suchen. Jan Müller, Präsident der IHK Oldenburg, forderte zusätzlich die Abschaffung der deutschen Luftverkehrsteuer, um die finanzielle Belastung der Strecke zu verringern.
Die Arbeitsgruppe wird nun nach Wegen suchen, die Zukunft der Verbindung zu sichern. Unternehmen und Institutionen unterstreichen weiterhin ihre Bedeutung für Handel und Vernetzung. Ohne Gegenmaßnahmen könnte der letzte Flug zwischen Bremen und Frankfurt im Sommer 2026 abheben.






