18 March 2026, 16:23

Pilotprojekt LadeFlexBW: So verdienen E-Auto-Besitzer mit flexiblen Ladezeiten Geld

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebender Infrastruktur und einer Brücke im Hintergrund.

Pilotprojekt LadeFlexBW: So verdienen E-Auto-Besitzer mit flexiblen Ladezeiten Geld

Pilotprojekt in Baden-Württemberg: Wie E-Auto-Besitzer mit flexiblen Ladezeiten Geld verdienen können

Ein neues Pilotprojekt in Baden-Württemberg erprobt, wie Besitzer von Elektrofahrzeugen (E-Autos) durch Anpassungen ihrer Ladegewohnheiten Geld verdienen können. Unter dem Namen LadeFlexBW belohnt das Programm private Fahrzeughalter dafür, dass sie dem Stromnetz Flexibilität bieten. Bisher nehmen rund 1.200 E-Auto-Besitzer in der Region teil, mit einem Schwerpunkt auf Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Mannheim.

Das Projekt läuft als freiwilliger, marktbasierter Test. Die Teilnehmer erhalten eine finanzielle Vergütung, wenn sie leichte Änderungen ihrer Ladezeiten zulassen – ohne dass ihr täglicher Ablauf beeinträchtigt wird. Dominique Gross, Geschäftsführerin von Intelligent Energy System Services (IE2S), erläutert, dass das Ziel darin bestehe, ein Erlösmodell zu schaffen, von dem E-Auto-Besitzer profitieren, indem sie ihre Ladeflexibilität mit dem Stromnetz und den Energiemärkten teilen.

LadeFlexBW funktioniert unabhängig von den bestehenden Stromverträgen der Nutzer. Die angebotene Flexibilität wird als zusätzliche Dienstleistung vermarktet und gibt Fahrern damit eine neue Möglichkeit, Geld zu verdienen und gleichzeitig das Netz zu entlasten. Das System ist skalierbar und eignet sich für alles – von einigen hundert bis zu zehntausenden Fahrzeugen.

Oliver Strangfeld, Vorstandsmitglied bei TransnetBW, betont die Bedeutung solcher Praxisversuche. Seiner Ansicht nach helfen Projekte wie dieses, schneller von kleinen Testläufen zu einer breiten Einführung überzugehen. Das Pilotprojekt zeigt zudem, dass netzdienliches Laden auch ohne intelligente Stromzähler möglich ist – und zwar auf Basis des aktuellen Standardlastprofil-Rahmens.

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Die Erkenntnisse aus LadeFlexBW könnten künftige Energiepolitiken prägen. Sie könnten sich auf Netzentgelte, digitale Ladedienstleistungen und Regelungen für dezentrale Flexibilität auswirken. Zudem soll das Projekt dazu beitragen, die Elektromobilität reibungsloser in das deutsche Erneuerbare-Energien-System zu integrieren.

Bisher sind 1.200 E-Auto-Besitzer in zentralen Regionen Baden-Württembergs in das Pilotprojekt eingebunden. Bei Erfolg könnten die Ergebnisse zu grundlegenden Veränderungen führen, wie Flexibilität belohnt und gesteuert wird. Das Vorhaben passt in die europäischen Bestrebungen, die Nachfragesteuerung zu stärken, und bietet Fahrern eine praktische Möglichkeit, aktiv zur Energiewende beizutragen – und davon zu profitieren.

Quelle