07 June 2026, 12:19

Protest mit veganem Hackfleisch: Aktivisten legen Hakenkreuz bei AfD-Veranstaltung

Swastika aus veganem Hackfleisch für die AfD

Protest mit veganem Hackfleisch: Aktivisten legen Hakenkreuz bei AfD-Veranstaltung

Eine linke Protestgruppe hat eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie aus veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz legte. Die Aktion, für die sich Aktivisten des Zentrums für Politische Schönheit verantwortlich erklärten, löste umgehend scharfe Kritik der rechtsextremen Partei aus. Die Polizei prüft nun, ob die Darstellung gegen Gesetze zum Verbot verfassungsfeindlicher Symbole verstößt.

Der Vorfall ereignete sich in einem Hotel, in dem sich AfD-Mitglieder zu einem Morgenessen versammelt hatten. Die Aktivisten formten das Hakenkreuz aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch, Zwiebeln und Gurken. Um das Symbol herum platzierten sie die Worte „Hütet euch vor der NSAFD“, um ihre Botschaft zu unterstreichen.

Ein führender Aktivist verteidigte die Aktion als „künstlerische Intervention“, die zum Nachdenken anregen solle. Man habe keine Gesetze gebrochen, da die Darstellung in einem notwendigen historischen Kontext stehe, argumentierte er. Einige Beteiligte berichteten jedoch später von Drohungen durch AfD-Politiker nach der Protestaktion.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Zentrum für Politische Schönheit die AfD ins Visier nimmt. Die Gruppe hatte zuvor Schlagzeilen gemacht, als sie ein Interview der ARD mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel unterbrach. Ihre Methoden zielen oft darauf ab, rechtsextreme Rhetorik durch provokante und kontroverse Performances herauszufordern.

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Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die Protestaktion als „Schande“. Den Aktivisten riet er, sie sollten „lieber einen Job suchen“, statt Demonstrationen zu inszenieren.

Die Polizei bestätigte, dass sie den Vorfall auf mögliche Rechtsverstöße hin untersucht. Der Fall wird klären, ob die Verwendung des Hakenkreuzes in diesem Zusammenhang unter das Verbot von verfassungsfeindlichen Symbolen fällt. Die Aktion hat bereits erneut Debatten über Protestformen und die Grenzen der Meinungsfreiheit entfacht.

Quelle