Prozess um Sozialbetrug und Corona-Hilfsgelder beginnt in Freiburg
Jessika FröhlichProzess um Sozialbetrug und Corona-Hilfsgelder beginnt in Freiburg
Am 30. März 2026 muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen mehrfacher Wirtschaftsstraftaten verantworten. Die Anklagepunkte umfassen Sozialversicherungsbetrug, Lohnvorenthaltung sowie den erschlichenen Bezug von Corona-Hilfsgeldern. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr nach monatelangen Ermittlungen zu seinen geschäftlichen Aktivitäten.
Der Angeklagte soll ein in Freiburg ansässiges Unternehmen geleitet haben, das zwischen März 2020 und November 2021 insgesamt 28 Mitarbeiter schwarz beschäftigte. Durch die unterbliebene Anmeldung dieser Arbeitsverhältnisse entgingen dem Staat laut Staatsanwaltschaft Sozialabgaben in Höhe von rund 188.000 Euro.
In demselben Zeitraum wird ihm vorgeworfen, Löhne einbehalten und veruntreut zu haben. Zudem soll er im Frühjahr 2020 unter Vorspiegelung falscher Tatsachen staatliche Corona-Soforthilfen beantragt haben – ein Fall von Subventionsbetrug.
Die Ermittler gehen davon aus, dass er auf diese Weise etwa 60.000 Euro rechtswidrig erlangt hat. Diese Vorwürfe werden im kommenden Jahr im Prozess detailliert geprüft.
Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein fast zwei Jahre andauernder Komplex aus Finanzvergehen, bei dem vorenthaltene Sozialabgaben und veruntreute öffentliche Mittel eine zentrale Rolle spielen. Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten empfindliche Strafen wegen Betrugs, Untreue und Steuerhinterziehung.






