Raserei auf der A5: Drei Hochleistungswagen terrorisieren Verkehr bei Heidelberg
Gönül Jacobi JäckelRaserei auf der A5: Drei Hochleistungswagen terrorisieren Verkehr bei Heidelberg
Drei Hochleistungsfahrzeuge bei rücksichtsloser Raserei auf der A5 bei Heidelberg gestoppt
Drei Hochleistungswagen sind am Freitagabend auf der Autobahn A5 in der Nähe von Heidelberg bei gefährlichen Fahrmanövern aufgefallen. Die Fahrzeuge fuhren mit überhöhter Geschwindigkeit, drängelten andere Verkehrsteilnehmer und überholten unsicher – begleitet von wiederholtem Aufblenden der Fernlichter. Die Polizei konnte später einen der Fahrer, einen 22-Jährigen im Porsche, kontrollieren, der unter Drogeneinfluss stand.
Der Vorfall ereignete sich gegen 20:10 Uhr auf der A5 zwischen Heidelberg und der Anschlussstelle Heidelberg/Schwetzingen. Augenzeugen berichteten von drei schnell fahrenden Autos in Richtung Karlsruhe, die sich rücksichtslos durch den Verkehr schlängelten und andere Autofahrer zum Ausweichen oder abrupten Bremsen zwangen. Zu den aggressiven Verhaltensweisen zählten neben dem Drängeln auch riskante Überholmanöver und das gezielte Blenden anderer mit Fernlicht, um sie einzuschüchtern.
Kurz nach mehreren Notrufen führte die Polizei eine Verkehrskontrolle durch. Der 22-jährige Porsche-Fahrer stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Beamten brachten ihn zur Autobahnpolizeiinspektion Walldorf, wo ihm nun eine Anklage wegen Fahrens unter Drogeneinfluss droht.
Nach deutschem Recht (§ 24a StVG) müssen Ersttäter, die unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt werden, mit Geldstrafen zwischen 500 und 1.500 Euro rechnen. Zudem drohen ein Führerscheinentzug von sechs bis zwölf Monaten sowie eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Bei Wiederholungstättern können die Strafen auf bis zu 2.000 Euro steigen, längere Fahrverbote verhängt oder sogar bis zu einem Jahr Haft verhängt werden – abhängig von der Substanz, der Blutkonzentration und ob es zu einem Unfall kam.
Die Behörden rufen Zeugen der rücksichtslosen Fahrweise oder Betroffene auf, sich unter der Telefonnummer +49 6227 358260 bei der Autobahnpolizeiinspektion Walldorf zu melden. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch, weitere Anklagen gegen die anderen beteiligten Fahrer sind nicht ausgeschlossen.