Rekordpreise bei Auktion seltener Schusswaffen und historischer Waffen
Jessika FröhlichRekordpreise bei Auktion seltener Schusswaffen und historischer Waffen
Bei einer jüngsten Auktion des Hauses Hermann Historica erzielten seltene Schusswaffen und historische Waffen Preise, die weit über ihren Startgeboten lagen. Sammler trieben die Bietergefechte voran, sodass einige Stücke fast das Vierfache ihres geschätzten Werts erreichten. Im Anschluss an die Versteigerung besteht bis zum 30. Juni zudem die Möglichkeit, nicht verkaufte Lose im Rahmen eines Nachverkaufs zu erwerben.
Eines der herausragenden Ergebnisse war der Verkauf einer Korriphila HSP 701, die einst dem deutschen Meisterschützen Dieter Krause gehörte. Die als „Weltmeisterpistole“ bekannte Waffe aus dem Jahr 1997 (Los 2289) wechselte für 36.200 Euro den Besitzer – fast das Dreifache des Startpreises von 13.000 Euro. Eine weitere Korriphila HSP 701 in der Sonderedition „Odin’s Eye“ (Los 2288) erzielte 22.000 Euro und übertraf damit deutlich die Schätzung von 8.000 Euro.
Auch eine Mauser C96, die mit dem deutschen Archäologen Robert Koldewey in Verbindung gebracht wird, stieß auf großes Interesse. Die historische Pistole (Losnummer nicht angegeben) wurde für 22.000 Euro zugeschlagen – bei einem Startpreis von nur 4.500 Euro. Eine Kort-Pistole im Kaliber 9x19 mm (Los 2306) erreichte 14.800 Euro und lag damit mehr als dreimal so hoch wie das Eröffnunggebot von 4.800 Euro.
Zu den weiteren Highlights zählte ein Gewehr 41 (Los 3356), das für 17.800 Euro den Besitzer wechselte – bei einer Schätzung von 4.500 Euro. Ein Sauer & Sohn M30 „Luftwaffendrilling“ (Los 3355) erzielte ebenfalls 17.800 Euro, nachdem das Bieten bei 12.000 Euro begonnen hatte. Neben Schusswaffen fand auch ein osmanischer Schaschka-Säbel (Los 41039) mit 26.000 Euro einen Käufer und übertraf damit seinen Startpreis von 6.000 Euro fast um das Vierfache.
Ausführliche Informationen zur Auktion, einschließlich Kataloge und Ergebnisse, sind auf der Website von Hermann Historica unter „Vergangene Auktionen“ abrufbar. Interessenten haben noch bis Ende Juni die Möglichkeit, im Nachverkauf nicht zugeschlagene Objekte zu ersteigern.
Die Versteigerung zeigte eine starke Nachfrage nach seltenen und historisch bedeutenden Waffen. Zahlreiche Stücke – von Pistolen über Gewehre bis hin zu Säbeln – erzielten deutlich höhere Preise als erwartet. Sammler können bis Ende Juni weiterhin auf die verbleibenden Lose bieten.






