Reutlingen modernisiert Energieinfrastruktur mit 70-Millionen-Kredit der EIB
Gönül Jacobi JäckelReutlingen modernisiert Energieinfrastruktur mit 70-Millionen-Kredit der EIB
Die Stadtwerke Reutlingen haben von der Europäischen Investitionsbank (EIB) einen Kredit in Höhe von 70 Millionen Euro erhalten, um die lokale Energieinfrastruktur zu modernisieren. Die Förderung fließt in umfangreiche Verbesserungen der Stromnetze sowie in den Ausbau der Fernwärmenetze in der Region.
Ziel des Projekts ist es, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und gleichzeitig eine stabile Stromversorgung für Haushalte und Unternehmen zu gewährleisten.
Der Großteil der Investitionen wird bis 2027 in die Modernisierung der Reutlinger Stromnetze fließen. Dazu gehören der Austausch veralteter Stromkabel, der Bau neuer Freileitungen und die Aufrüstung von Umspannwerken mit digitalen Steuerungssystemen. Diese Maßnahmen sollen das Netzmanagement automatisieren und die Integration von Wind- und Solarenergie erleichtern.
Gleichzeitig wird das Fernwärmenetz ausgebaut, um schrittweise Gas- und Ölheizungen zu ersetzen. Die Modernisierungen ermöglichen zudem eine bessere Anbindung lokaler Solaranlagen, Windkraftanlagen, Wärmepumpen und Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an das Netz.
Nicola Beer, Vizepräsidentin der EIB, betonte die Bedeutung solcher Investitionen für die grüne Wende in Deutschland. Bundweit werden bis 2045 schätzungsweise 327,7 Milliarden Euro benötigt, um die Stromnetze zu modernisieren – mit Fokus auf intelligentere und effizientere Verteilnetze.
Der 70-Millionen-Kredit hilft Reutlingen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energieinfrastruktur zu stärken. Nach Abschluss der Arbeiten werden mehr erneuerbare Energien genutzt und die Zuverlässigkeit der lokalen Strom- und Wärmeversorgung verbessert. Das Projekt steht im Einklang mit den übergeordneten Bestrebungen, die deutschen Energiesysteme bis Mitte des Jahrhunderts zu dekabonisieren.






