04 April 2026, 12:24

Riesiges Waffenlager in Ellwangen entdeckt – 60 Militärwaffen und Sprengstoff beschlagnahmt

Vitrine mit verschiedenen Feuerwaffen, darunter ein Steinschlossgewehr, in einer Reihe mit Informationsschildern dahinter und einem unscharfen Objekt unten.

Riesiges Waffenlager in Ellwangen entdeckt – 60 Militärwaffen und Sprengstoff beschlagnahmt

In Ellwangen ist ein großes Waffenlager aufgedeckt worden, nachdem Polizei und Zollbeamte die Wohnung eines Verdächtigen durchsucht hatten. Bei der Razzia beschlagnahmten die Ermittler militärische Schusswaffen, Munition und Sprengstoff. Die Behörden prüfen nun mögliche Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffrecht.

Der Fall nahm seinen Anfang mit dem Verdacht auf illegalen Import eines Sturmgewehres aus der Schweiz. Die Staatsanwaltschaft erwirkte einen Durchsuchungsbeschluss, der den Beamten den Zutritt zur Wohnung ermöglichte. Dort entdeckten sie einen versteckten Raum, der mit Waffen gefüllt war.

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Die Beute umfasste 60 militärische Schusswaffen, 140 Pistolen und 70 Langwaffen. Viele der Waffen waren scharf geladen, einige Pistolen waren sogar in ausgehöhlten Büchern versteckt. Neben den Waffen fanden die Ermittler 8.000 Schuss Munition und sechs Kilogramm Schießpulver.

Der Verdächtige, der über legale Genehmigungen für bestimmte zivile Schusswaffen verfügte, wurde vorläufig festgenommen. Später wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt, während die Ermittlungen fortgesetzt wurden. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Zollfahndung Stuttgart prüfen nun mögliche Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz.

Alle beschlagnahmten Gegenstände wurden dokumentiert und zur weiteren Analyse sichergestellt. Bisher wurden keine weiteren Verdächtigen in Zusammenhang mit dem Fall öffentlich genannt.

Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren, wobei sich die Behörden insbesondere auf die Frage konzentrieren, wie die Waffen beschafft und gelagert wurden. Im Rahmen der Untersuchungen werden auch die legalen Waffenscheine des Verdächtigen überprüft. Mit weiteren Details ist zu rechnen, sobald sich neue Erkenntnisse ergeben.

Quelle