08 June 2026, 14:25

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in ländlichen Regionen schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in ländlichen Regionen schließen

Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Funklöcher zu schließen

Neue Partnerschaften sollen zuverlässige Mobilfunkverbindungen in ländliche und abgelegene Gebiete bringen, wo herkömmliche Netze an ihre Grenzen stoßen. Erste Tests laufen bereits, und in den kommenden Jahren soll das Angebot ausgebaut werden.

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O2 Telefónica hat in Mecklenburg-Vorpommern Versuche mit Satellitentechnik gestartet. Eine Teststation in der Nähe von Waren an der Müritz prüft, wie gut Standard-Mobilfunkfrequenzen Funkschatten im O2-Netz abdecken können. Das Projekt, das gemeinsam mit OQ Technology durchgeführt wird, zeigt, wie europäische Netzbetreiber und Satellitenfirmen mit offenen Standards und bestehenden Smartphones zusammenarbeiten können.

OQ Technology betreibt derzeit fünf Satelliten, drei weitere sollen noch in diesem Jahr starten. Bis Ende 2027 plant das Unternehmen, 48 Satelliten im Orbit zu haben, und langfristig bis 2028 oder 2029 auf 150 zu kommen. Diese Expansion soll eine durchgehende Abdeckung ermöglichen und datenintensive Anwendungen in Gebieten mit schlechter Anbindung unterstützen.

Unterdessen arbeitet die Deutsche Telekom mit Starlink zusammen, um die Mobilfunkversorgung in abgelegenen Regionen zu verbessern. Der Start dieses Dienstes ist für 2028 vorgesehen. Auch Vodafone erforscht satellitengestützte Lösungen über ein Joint Venture mit AST SpaceMobile, ein konkretes Startdatum in Deutschland steht jedoch noch nicht fest.

Ziel dieser Satellitenverbindungen ist es nicht, die bodengestützten Netze zu ersetzen, sondern grundlegende Kommunikation dort zu ermöglichen, wo herkömmliche Signale versagen – etwa in Notfällen oder schwer zugänglichen Gebieten, in denen die Infrastruktur Lücken aufweist.

Der Vorstoß zu satellitengestützten Mobilfunknetzen markiert einen Wandel in der deutschen Strategie gegen Versorgungsengpässe. Da mehrere Anbieter in die Technologie investieren, könnten ländliche und abgelegene Regionen in den nächsten Jahren eine bessere Anbindung erhalten. Gleichzeitig unterstreichen diese Bemühungen Europas wachsende Rolle bei der Entwicklung unabhängiger Satellitenlösungen.

Quelle