04 April 2026, 12:24

Schwarzarbeit und Lohnbetrug: FKS deckt Verstöße in Friseur- und Nagelstudios auf

Brutalistischer Friseurladen in Berlin mit Betongebäuden, Fenstern, Geländern, Balkonen und Namensschildern, umgeben von Bäumen, Straßenlaternen und Fußgängern unter einem bewölkten Himmel.

Schwarzarbeit und Lohnbetrug: FKS deckt Verstöße in Friseur- und Nagelstudios auf

Behörden in Süddeutschland haben bei einer Reihe unangekündigter Kontrollen Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt. Am 11. April 2025 überprüfte ein Team der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) sechs Friseursalons und Nagelstudios in Singen, Schramberg, Oberndorf und Tuttlingen. Ziel der Aktion war die Einhaltung des Mindestlohngesetzes sowie der Sozialversicherungspflicht.

Im Fokus standen dabei die Zahlung des seit dem 1. Januar 2025 geltenden gesetzlichen Mindestlohns von 12,82 Euro pro Stunde, die korrekte Lohnabführung sowie die Einhaltung der Sozialversicherungsvorschriften. Die Beamten prüften Unterlagen auf Lohnvorenthaltung, fehlerhafte Dokumentation und Verstöße gegen die Sozialversicherungsregeln.

In zwei der sechs Betriebe entdeckten die Ermittler Hinweise auf Lohnbetrug und fehlende Lohnunterlagen. Zudem wurde ein vietnamesischer Staatsbürger ohne gültige Arbeitserlaubnis angetroffen, der sich zudem illegal in Deutschland aufhielt.

Die FKS-Einheit ist dem Hauptzollamt Singen unterstellt und für die Durchsetzung der Arbeitsgesetze in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Konstanz zuständig. Ob für das weitere Jahr 2025 oder Anfang 2026 zusätzliche Kontrollen geplant sind, wurde bisher nicht bekannt gegeben.

Bei der Aktion wurden mehrere Verstöße festgestellt, darunter illegale Beschäftigung und Lohnpflichtverletzungen. Gegen die betroffenen Betriebe werden nun Strafmaßnahmen geprüft. Weitere Kontrollen in der Region bleiben möglich, wurden jedoch noch nicht öffentlich angekündigt.

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