19 March 2026, 14:35

Skandal an Uni Freiburg: Jahrelange heimliche Videoaufnahmen erschüttern Vertrauen

Eine Gruppe von Studenten demonstriert vor einem Gebäude auf dem Campus der University of Michigan, hält Schilder und einige mit Kameras, mit Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Skandal an Uni Freiburg: Jahrelange heimliche Videoaufnahmen erschüttern Vertrauen

Versteckte Kamera-Affäre an der Universität Freiburg löst Empörung und Forderungen nach Konsequenzen aus

Ein seit Jahren schwelender Skandal um heimliche Videoaufnahmen an der Universität Freiburg hat für Entsetzen gesorgt und den Ruf nach umfassenden Aufklärungsmaßnahmen laut werden lassen. Ein ehemaliger akademischer Berater steht im Verdacht, über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren Hunderten von Frauen heimlich gefilmt zu haben. Nun wächst der politische Druck, die Versäumnisse aufzudecken, die es ermöglichten, dass die Taten so lange unentdeckt blieben.

Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe, der Berater habe Frauen in privaten Räumen sowie in Universitätsgebäuden gefilmt, ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen zur genauen Opferzahl, doch Schätzungen zufolge könnten mehrere Hundert Frauen betroffen sein. Viele fragen sich nun, warum der Missbrauch über Jahre hinweg nicht gestoppt wurde.

Die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast fordert eine lückenlose und transparente Untersuchung. Sie betont, die Universität trage eine Mitverantwortung dafür, dass Studierende und Mitarbeiterinnen nicht ausreichend geschützt wurden. Das Vertrauen in die Institution sei schwer erschüttert – daher müssten nun Aufklärung und die Unterstützung der Opfer oberste Priorität haben.

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Saint-Cast drängt auf sofortige Reformen, darunter strengere Schutzmaßnahmen und klarere Meldestrukturen für Vorfälle. Zudem fordert sie präventive Maßnahmen, um ähnliche Taten frühzeitig zu verhindern. Die Universität ihrerseits hat angekündigt, sich enger mit der Campus-Gemeinschaft auszutauschen und interne Reformen einzuleiten.

Bisher liegen keine offiziellen Daten darüber vor, wie viele Betroffene sich bei der Polizei oder Beratungsstellen gemeldet haben. Doch das Ausmaß der Vorwürfe lässt viele nach Antworten verlangen.

Der Skandal hat eklatante Versäumnisse in der Aufsichtspraxis der Universität Freiburg offenbart. Die Verantwortlichen stehen nun unter Druck, eine umfassende Untersuchung durchzuführen und wirksamere Schutzmechanismen zu etablieren. Ohne konkrete Schritte dürften die Sorgen um Sicherheit und Vertrauen in die Institution weiter bestehen.

Quelle