Solarauflieger revolutioniert Kühltransporte mit Photovoltaik-Technologie
Jessika FröhlichSolarauflieger revolutioniert Kühltransporte mit Photovoltaik-Technologie
Ein Kühlauflieger mit Solarmodulen wird derzeit unter realen Bedingungen getestet. Das Logistikunternehmen Dachser und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) haben sich zusammengeschlossen, um zu erforschen, wie mobile Solarenergie den Transportsektor versorgen könnte. Ziel des Projekts ist es zu prüfen, ob Photovoltaikmodule zuverlässig Strom für Kühlsysteme, Gabelstapler oder sogar alternative Antriebssysteme erzeugen können.
Die Entwicklung des Solaraufliegers begann bereits 2016, wobei Dachser ihn für lokale Lieferungen ab Ulm einsetzte. Die neueste Version verfügt über Photovoltaikpanels, ein Batteriespeichersystem, eine Heizung für den Laderaum, Temperatursensoren und eine Steuereinheit. Erste Tests zeigen, dass die Module bis zu 1.700 Watt erzeugen können – genug, um die Temperatur im Laderaum konsequent über zwei Grad Celsius zu halten.
Im Rahmen des Versuchs wird die jährliche Energieerzeugung der Solarmodule gemessen, unabhängig vom jeweiligen Nutzer. Matthieu Ebert, der das Projekt beim Fraunhofer ISE leitet, beschreibt die Initiative als Möglichkeit, Transport mit dezentraler Energieversorgung zu verbinden. Auch das Heizsystem des Kühlaufliegers, das von den Solarmodulen betrieben wird, wird auf seinen Einsatz im Winter getestet.
Die gesammelten Daten sollen Aufschluss darüber geben, wie realistisch solarbetriebene Logistiklösungen sind. Die Ergebnisse könnten künftige Konzeptionen mobiler Energiesysteme im Güterverkehr beeinflussen.
Die Testergebnisse werden zeigen, wie effektiv Solarmodule Kühlung, Heizung und andere Transportanforderungen unterstützen können. Bei Erfolg könnte die Technologie die Abhängigkeit von herkömmlichen Energiequellen in der Logistik verringern. Das Projekt markiert einen Schritt hin zur Integration erneuerbarer Energien in den täglichen Güterverkehr.






