SPD stürzt auf historisches Tief: Nur noch 5,5 Prozent in Baden-Württemberg
Ayten Karz5.5 Prozent: Das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die SPD - SPD stürzt auf historisches Tief: Nur noch 5,5 Prozent in Baden-Württemberg
Die SPD hat bei einer Landtagswahl in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten erzielt. Bei der jüngsten Wahl in Baden-Württemberg kam die Partei nur noch auf 5,5 Prozent der Stimmen – ein historischer Tiefstand. Damit setzt sich ein langfristiger Trend sinkender Zustimmung in mehreren Regionen fort.
Das Abschneiden der SPD in Baden-Württemberg bedeutet einen drastischen Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren. 2001 hatte die Partei noch 33,3 Prozent der Stimmen gehalten, doch bis 2011 war dieser Wert auf 12,7 Prozent gesunken. Selbst ihr bisheriges Rekordtief von 11,0 Prozent im Jahr 2021 lag fast doppelt so hoch wie das aktuelle Ergebnis.
Umfragen seit 2021 zeigen einen kontinuierlichen Abwärtstrend: Die SPD fiel von etwa 15 Prozent auf Werte zwischen 8 und 10 Prozent zu Beginn des Jahres 2026. Gleichzeitig führt die CDU mit 27 bis 31 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 20 bis 24 Prozent, während die AfD auf 19 bis 21 Prozent gestiegen ist. Kleinere Parteien wie die FDP, die Linke und die BSW bewegen sich zwischen 3 und 7 Prozent.
Die Probleme der SPD beschränken sich nicht auf Baden-Württemberg. In Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt sind einstellige Ergebnisse längst zur Regel geworden. Auch bundesweit hat die Partei an Unterstützung verloren: Von 25,71 Prozent bei der Bundestagswahl 2021 sank ihr Stimmenanteil auf 16,4 Prozent bei der letzten vorgezogenen Wahl.
Das Ergebnis von 5,5 Prozent in Baden-Württemberg unterbietet sogar den bisherigen Negativrekord der SPD von 6,1 Prozent in Thüringen. Damit bestätigt sich die geschwächte Position der Partei in der Landes- wie Bundespolitik. Der Trend deutet auf weitere Herausforderungen für Deutschlands älteste politische Kraft hin.