Sportministerkonferenz beschließt Reformen für mehr Bewegung und sicheren Spitzensport
Claudio WiekSportministerkonferenz beschließt Reformen für mehr Bewegung und sicheren Spitzensport
Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf Norderney statt und wurde von Theresa Schopper, der Sportministerin Baden-Württembergs, geleitet. Auf der Tagesordnung standen die Förderung von Bewegung bei Jugendlichen, die Finanzierung des Spitzensports sowie die Verbesserung der Sicherheit im Sport. Prominente Vertreter wie Andy Grote und Dr. Christiane Schenderlein setzten sich für grundlegende Reformen in der deutschen Sportpolitik ein.
Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit einem Appell für einen kulturellen Wandel, der körperliche Aktivität zu einer täglichen Gewohnheit für Kinder machen soll. Andy Grote, Hamburger Sportsenator, unterstützte dies mit dem Vorschlag eines Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendsport. Beide betonten die Notwendigkeit strukturierter Programme, um junge Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren.
Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport im Bund, kündigte zwei zentrale Initiativen an. Zum einen entsteht ein unabhängiges Zentrum für sicheren Sport, das interpersonale Gewalt verhindern und Betroffene unterstützen soll. Zum anderen wurde das Sportförderungsgesetz vorgestellt, das den Spitzensport stärken, die Rahmenbedingungen für Athlet:innen verbessern und die Förderung durch eine neue Elitesport-Agentur vereinfachen soll. Armin Schuster aus Sachsen bekräftigte die Unterstützung für das Gesetz und kündigte an, dass sein Bundesland eine eigene Hochleistungs-Sportagentur einrichten werde.
Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft der Nordischen Kombination. Schuster kritisierte den Ausschluss der Frauen-Nordischen Kombination von den Olympischen Winterspielen 2026 und verwies auf deren Erfolg bei Wettbewerben wie "Jugend trainiert für Olympia". Unterdessen besuchte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am 11. Februar 2026 das erste Wettkampfereignis der Nordischen Kombination in Milano Cortina und lobte den mitreißenden Wettbewerb trotz schwieriger Bedingungen. FIS-Präsident Johan Eliasch bezeichnete die Wettkämpfe als Höhepunkt der Spiele. Eine Entscheidung des IOC, ob die Frauen-Nordische Kombination bis 2030 aufgenommen – oder stattdessen die Männerkonkurrenz gestrichen – wird, steht für Mai 2026 an.
Auch steuerliche Fragen für Sportvereine und die Vorbereitungen auf Großveranstaltungen wurden behandelt. Daniela Behrens, Sportministerin Niedersachsens, schloss die Konferenz mit einem Dank an die Teilnehmenden und fasste die zentralen Ergebnisse zusammen, darunter das Zentrum für sicheren Sport und klarere Finanzregeln für Vereine.
Die Konferenz endete mit dem Beschluss, die Bewegungsförderung für Jugendliche auszubauen, sichere Sportumfelder zu schaffen und die Förderstrukturen zu optimieren. Die Entscheidung über die olympische Zukunft der Nordischen Kombination fällt im Mai 2026. Der geplante Nationale Aktionsplan und die neuen Agenturen sollen die deutsche Sportlandschaft in den kommenden Jahren prägen.






