Stadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Gewinn trotz Baustellen und Verzögerungen
Ayten KarzStadtwerke Mainz erzielen 18,3 Millionen Euro Gewinn trotz Baustellen und Verzögerungen
Stadtwerke Mainz (SWM) verzeichneten für das Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss von rund 18,3 Millionen Euro. Die Zahl ergibt sich nach Steuern, einer 33-Millionen-Euro-Subvention für die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) sowie Abführungen an die Stadt. Der kommunale Konzern steuert zentrale Dienstleistungen in der Region, darunter Verkehr und Infrastruktur.
Die Verkehrsabteilung der SWM, die MVG, beförderte 2025 etwa 56 Millionen Fahrgäste – ein leichter Rückgang gegenüber 2024, der vor allem auf anhaltende Baustellen und temporäre Bus-Ersatzverkehre zurückzuführen ist. Um die Flotte zu modernisieren, hat die SWM 22 neue Straßenbahnen, 42 Dieselbusse und 23 Elektrobusse bestellt.
Auch das Fahrradverleihsystem meinRad verzeichnete ein deutliches Wachstum: 2025 wurden über 325.000 Fahrten unternommen – ein Plus von 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Mainz Netze GmbH, eine weitere SWM-Tochter, verwaltet zudem 26.500 Straßenlaternen in Mainz und im AKK-Gebiet. Ihre Netze versorgen 550.000 Einwohner mit Strom, 272.000 mit Gas und 39.800 Anschlüsse mit Trinkwasser.
Die Sanierung des Taubertsbergbads verzögert sich nach der Insolvenz des Generalunternehmens. Die Wiedereröffnung der Anlage ist nun in Etappen ab Sommer 2026 geplant. Trotz dieser Rückschläge bleibt die SWM finanziell solide: Die Eigenkapitalquote liegt bei 41,9 Prozent – deutlich über dem Branchendurchschnitt. Dennoch stehen das Unternehmen vor großen Herausforderungen, darunter regulatorische Änderungen und kostspielige Investitionen in die Netzinfrastruktur.
Der Gewinn der SWM spiegelt ihre Fähigkeit wider, Subventionen und Betriebskosten auszubalancieren. Die Modernisierungen im Verkehrs- und Infrastruktursektor sollen die Dienstleistungen für die Bürger verbessern. Die schrittweise Wiedereröffnung des Taubertsbergbads und die Flottenerneuerung werden in den kommenden Jahren die öffentlichen Angebote weiter aufwerten.
