29 April 2026, 12:24

Stefan Evers übernimmt als neuer Kultursenator Berlins nach Rücktrittsskandal

Logo der Berliner Finanzinitiative mit einem blauen Kreis mit weißer Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, alles auf einem weißen Hintergrund mit der Aufschrift "Berlin Finance Initiative" in fetter schwarzer Schrift.

Stefan Evers übernimmt als neuer Kultursenator Berlins nach Rücktrittsskandal

Stefan Evers (CDU) ist zum neuen Kultursenator Berlins ernannt worden, nachdem Sarah Wedl-Wilson vergangenen Freitag von ihrem Amt zurückgetreten war. Die Entscheidung fiel während einer Sitzung der CDU-Kreisvorsitzenden, an der auch Bürgermeister Kai Wegner teilnahm. Evers wird nun bis zu den Landeswahlen im September 2024 sowohl das Finanz- als auch das Kulturressort leiten.

Sarah Wedl-Wilson, eine parteilose Beamtin, war nach einem kritischen Bericht des Berliner Rechnungshofs zurückgetreten. Die Prüfung hatte ergeben, dass unter ihrer Führung unrechtmäßig Mittel für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus bewilligt worden waren. Ihr Rücktritt hinterließ die Position des Kultursenators unbesetzt.

Ursprünglich galt Thomas Heilmann (CDU) als Favorit für das Amt. Doch die Parteiführung entschied sich stattdessen für Stefan Evers, der bereits als Finanzsenator amtiert. Evers hat inzwischen die Verhandlungen über einen Hauptstadtfinanzierungsvertrag aufgenommen, der auch die Förderung des Berliner Kulturbereichs umfasst.

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Bürgermeister Kai Wegner, der zugleich Vorsitzender der Berliner CDU ist, nahm an der Sitzung teil, in der Evers' Ernennung endgültig beschlossen wurde. Die Entscheidung bedeutet, dass Evers bis zu den anstehenden Wahlen eine Doppelfunktion ausüben wird. Seine neue Rolle als Kultursenator tritt sofort in Kraft.

Evers steht nun sowohl dem Finanz- als auch dem Kulturressort vor und bereitet sich gleichzeitig auf die Berliner Landeswahlen vor. Der Hauptstadtfinanzierungsvertrag, den er derzeit aushandelt, wird die künftige Förderung der kulturellen Einrichtungen der Stadt prägen. Seine Ernennung folgt auf eine Phase der Kritik an finanziellen Fehlentwicklungen in der vorherigen Amtsführung.

Quelle