Streik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, IKEA & Co. auf
Jessika FröhlichStreik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, IKEA & Co. auf
Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern des Einzelhandels gescheitert sind. Beschäftigte großer Ketten wie Rewe, Penny, IKEA und H&M werden die Arbeit niederlegen. In mehreren Städten Hessens, darunter Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt, sind Proteste geplant.
Die Gespräche kamen zum Erliegen, nachdem die Arbeitgeber sich weigerten, ihr aktuelles Angebot nachzubessern. Laut dem bisherigen Vorschlag sollten Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten eine Lohnerhöhung von 2 Prozent erhalten, während Großhandelsangestellte – nach einer langen Phase ohne Anpassungen – lediglich 1,8 Prozent bekämen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Erhöhungen die erwartete Inflationsrate nicht ausgleichen.
ver.di fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten sowie 150 Euro zusätzlich pro Ausbildungsjahr für Auszubildende. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Marcel Schäuble, der Hauptverhandler der Gewerkschaft, bezeichnete die Haltung der Arbeitgeber als ungerecht gegenüber den Einzelhandelsbeschäftigten.
Von dem Streik betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Da in den Verhandlungen keine Fortschritte erzielt wurden, ist mit erheblichen Beeinträchtigungen in mehreren Städten zu rechnen. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Lohnhöhe und die Dauer des neuen Tarifvertrags.
