26 June 2026, 20:15

Stuttgart 21: Fertigstellung verzögert sich bis 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Milliarden

Kosten für Stuttgart 21 steigen erneut in Milliardenhöhe

Stuttgart 21: Fertigstellung verzögert sich bis 2031 – Kosten explodieren auf 14,5 Milliarden

Stuttgart 21: Bahnprojekt erleidet erneute massive Verzögerung

Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass der unterirdische Bahnhof des Projekts Stuttgart 21 erst 2031 statt wie geplant 2026 in Betrieb gehen wird. Gleichzeitig sind die Kosten auf 14,5 Milliarden Euro explodiert – mehr als das Dreifache der ursprünglichen Schätzung von 4,5 Milliarden Euro.

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Mit dem Baubeginn im Jahr 2010 sollte der alte Kopfbahnhof durch einen modernen Tiefbahnhof ersetzt werden. Noch im selben Jahr kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten, die sich gegen den Abriss des historischen Gebäudes stellten. Über 100 Menschen wurden dabei verletzt.

Die Grünen, die das Projekt vehement ablehnten, profitierten von der Kritik und wurden bei der Landtagswahl 2011 zweitstärkste Kraft. Im Laufe der Jahre häuften sich technische Probleme, darunter 1.000 Kilometer falsch verlegter Kabel und Leitungen, die ausgetauscht werden mussten.

Kritiker monieren seit Langem mangelnde Brandschutzvorkehrungen und Planungsfehler. DB-Chefin Evelyn Palla räumte kürzlich ein, dass die Digitalisierung des Stuttgarter Eisenbahnknotens unerwartete Herausforderungen mit sich brachte. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir fordert nun klarere Fortschrittsberichte und verlässliche Fertigstellungstermine.

Das Herzstück des Projekts bleibt der neue unterirdische Bahnhof. Doch die jüngste Verzögerung und die Kostenexplosion zeigen: Die Probleme sind noch lange nicht gelöst. Die Deutsche Bahn steht vor der Aufgabe, die technischen Mängel zu beheben und die Finanzierung zu sichern, bevor der Bahnhof endlich eröffnet werden kann.

Quelle