25 June 2026, 08:16

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – deutsche Bischöfe scheitern mit Reformvorschlag

Deutschland: Vatikan lehnt Anfrage für Laienhomilien ab und löst Gegenreaktion von Laiengruppen

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – deutsche Bischöfe scheitern mit Reformvorschlag

Der Vatikan hat einen Vorschlag der deutschen Bischofskonferenz abgelehnt, der Laienmitgliedern in Ausnahmefällen das Halten von Predigten während der Messe ermöglichen sollte. Die Entscheidung bestätigt die Haltung der Kirche, wonach nur Priester oder Diakone die Homilie im Gottesdienst vortragen dürfen. Kardinal Arthur Roche erteilte im Namen des Dikasteriums für Gottesdienst und Sakramentenordnung die offizielle Absage.

Die deutschen Bischöfe hatten mit ihrem Antrag pastorale Bedürfnisse adressieren wollen, indem sie qualifizierten Laien das Predigen an Sonn- und Feiertagen gestatten wollten. Kardinal Roche lehnte den Vorschlag ab und berief sich dabei auf das Kirchenrecht (Codex Iuris Canonici) sowie die Instruktion Redemptionis Sacramentum von 2004. Er argumentierte, die Predigt sei untrennbar mit dem theologischen und liturgischen Wesen der Messe verbunden und stelle eine Ausübung des munus docendi dar – der Lehrbefugnis, die allein dem geweihten Klerus vorbehalten sei.

Laiengruppen in Deutschland, darunter auch Vertreter des Synodalen Wegs, setzen sich seit Langem für das Recht ein, während der Messe predigen zu dürfen. Papst Franziskus hatte den Synodalen Weg bereits zuvor kritisiert und ihm vorgeworfen, von ideologischen statt von spirituellen Prinzipien geleitet zu sein. Trotz der vatikanischen Entscheidung kündigte Irme Stetter-Karp, Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, an, das Thema weiterhin mit den deutschen Bischöfen voranzutreiben.

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Der Katholische Deutsche Frauenbund (KFD) verurteilte die Entscheidung des Vatikans als Beleg für die anhaltende Ausgrenzung von Frauen aus zentralen Rollen in der Kirche. Die Ablehnung bestätigt das geltende Kirchenrecht, während der deutsche Vorschlag weiterhin ungelöst bleibt. Laieninitiativen zeigen sich entschlossen, die Angelegenheit weiter zu verfolgen.

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